Bangkok

Schweren Herzens hatten wir von der Schein Residence Abschied genommen und sind in Richtung Bangkok aufgebrochen.

Die Stadt erwartete uns wieder mit ­čÜľ­čÜŚ­čÜÜ­čŤÁ

Die 1. Etappe vom Flughafen mit dem Zug war schnell geschafft. Mister Google hat uns gesagt, nehmt den Bus Nr. 22 und fahrt bis zum PTI. Der 1. 22er Bus kam und hielt nicht mal an, obwohl wir doch in Taiwan gelernt hatten, wie wir den Bus zum Anhalten bekommen.

Kein Problem, warten wir eben auf den n├Ąchsten. Sind ja nur 35 Grad ­čî×­čî×­čî×

Der n├Ąchste kam und tats├Ąchlich er hielt. Das hei├čt, tats├Ąchlich fuhr er nur langsamer. Also schnell rein klettern, so schnell es eben mit jeweils 2 Rucks├Ącken ging. Kaum den letzen Fuss vom Boden hochgehoben, fuhr der Fahrer sofort los. Jetzt der Schaffnerin klar machen, wo wir hinwollen. Mister Google zeigte es ihr sogar auf thai. Leider war dies noch kein Garant daf├╝r, dass sie es verstand. Aber sie waren zu zweit und erkl├Ąrten uns dann, dies ist nicht der richtige Bus. Wir sollten den 115 er nehmen und setzten uns an der n├Ąchsten Haltestelle wieder raus. Da standen wir also wieder in der Hitze und warteten auf den 115 er.

Auch hier wieder, Bus kommt, wir winken, er f├Ąhrt langsamer, wir „springen“ rein und zeigen, wo wir hinwollen. Diesmal dauert es l├Ąnger, bis die Entscheidung f├Ąllt, dass wir richtig sind.

Wir sitzen erstmal und genie├čen den Fahrtwind, der die nassen R├╝cken langsam trocknet.

Auch eine M├Âglichkeit, zu gro├če Schuhe zu befestigen

Irgendwann erreichen wir die Station, an der man uns zum Aussteigen aufforderte.

Hm und nun? Wo sind wir und wo ist unser Hostel?

Zum Gl├╝ck gibt es immer nette Menschen, die einem helfen. Eine junge Frau mit 2 Handys lie├č sich erkl├Ąren, wo wir hinwollen. Dann suchte sie mit dem einen Handy die Nummer des Hostels und mit dem anderen rief sie dort an. Dann hielt sie ein Taxi an, dr├╝ckte dem Fahrer ihr Handy ans ­čĹé. Alles klar, er bringt uns dorthin. Schnell die Rucks├Ącke ins ­čÜĽ und wir entspannten uns.

Nach 10 Minuten waren wir im Post Factory B & B und die Welt wieder in Ordnung.

Die Besitzerin hie├č uns in ihrem mit sehr viel Geschmack und Liebe eingerichteten ­čĆá willkommen.

Beim Latte Macchiato wollte sie uns dann viele Vorschl├Ąge f├╝r die Besichtigung der Stadt machen. Gef├╝hlt hatten wir jedoch bei unseren vorherigen Besuchen in Bangkok alle wichtigen Sehensw├╝rdigkeiten besucht. Au├čerdem war es Ankis letzte Woche Urlaub f├╝r eine lange Zeit. Daher wollten wir nur Pool ­čĆŐ­čĆŐ­čĆŐund Schirmchendrinks ­čŹ╣­čŹ╣­čŹ╣.

Sie verstand uns.

Am n├Ąchsten Morgen genossen wir das leckere Fr├╝hst├╝ck, welches t├Ąglich wechselte und aus einer warmen Hauptspeise­čŹť­čŹ▓, M├╝sli, Jogurt, ­čŹ×und Marmelade sowie frischem ­čŹî­čŹŹ Obst und ÔśĽ bestand. Unsere nette Vermieterin kam und zog wie Alice aus dem Wunderland eine Karte aus ihrer Tasche, die uns den Zugang zum Pool f├╝r die Zeit unseres Aufenthaltes sicherte. Allerdings w├╝rde sich der Pool 10 Minuten zu Fu├č vom Hostel weg befinden. Ob das f├╝r uns okay w├Ąre? Der Pool geh├Âre zu ihrer Wohnanlage. Wir lie├čen uns ganz schnell ├╝berreden.

Nat├╝rlich bekamen wir nicht etwa nur den Weg erkl├Ąrt. Nein, sie f├╝hrte uns dorthin und erl├Ąuterte den Gebrauch der Schl├╝sselkarte.

Uns fehlten nur noch­čŹŞ­čŹŞ und ­čî┤­čî┤­čî┤

So verging die Zeit in Bangkok wie im Flug und die Abreise nach Singapur stand an.

Dies sollte unsere letzte gemeinsame Station sein und wir fragten uns immer wieder, wo die letzten 4 Monate geblieben sind.

In Singapur ├╝bernachteten wir im Boss- Hotel, in dem unsere Reise begonnen hatte.

Mit einer ├Ąhnlichen Aussicht hat unsere Reise am 11.12.2018 begonnen.

Auch wenn es uns schwer fiel und unsere Reise gef├╝hlt vorgestern erst begonnen hat, trennten sich hier unsere Wege. Wir haben gemeinsam 7 L├Ąnder besucht und in 28 Stationen halt gemacht. Sind mit Ôťł´ŞĆ ­čÜî und­čÜć gefahren, um gemeinsam ca. 29715 km zur├╝ck zu legen.

Wir haben ein wenig weniger ­čĺ░ auf der Bank, daf├╝r extrem viel zu erz├Ąhlen und ca. 7 cm l├Ąngere Haare.

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Angkor Weltkulturerbe…kleine Tour

Angkor Wat, der wohl ber├╝hmteste Tempel der Welt, soll zu Sonnenaufgang sehr sehenswert sein. Na gut, dann schauen wir uns das auch mal an. Der Wecker klingelte um 04:30 Uhr, denn um 05:00 Uhr holte uns das Tuk Tuk ab. Es war auch nicht Schnarchi der uns abholte, der, das erz├Ąhlte uns der Hotelscheffe, ist Langschl├Ąfer und f├Ąhrt so fr├╝h nicht. Sein „Ersatz“ war goldig… erkl├Ąrte immer ganz genau wo er parkt und meinte, wir sollten uns keine Gedanken machen, er sieht uns schon und macht sich dann bemerkbar. Im dustern also auf zum Tempel. Dank der Taschenlampenapp im Handy, kamen wir Unfallfrei bis zum T├╝mpel, in dem sich dann bei Sonnenaufgang der Tempel spiegeln sollte. Es wurde heller und heller, nur verdeckten Wolken die Sonne…egal, es sind trotzdem gelungene Fotos dabei.

Da Angkor Wat auch schon kurz nach Sonnenaufgang ├Âffnete, nutzten wir die Gelegenheit, den Tempel gleich zu besichtigen. Er war schon sehr beeindruckend, hatte ein wenig was von Sanssouci, nur in megaalt.

Unser Hotelscheffe erz├Ąhlte eines Abends von einer sehr steilen und hohen Steintreppe in einem der Tempel. Die Stufen waren unterschiedlich hoch und br├Âckelten auch schon. Es kam immer wieder zu Unf├Ąllen, weil Touristen ins straucheln kamen, oft sogar mit t├Âdlichem Ausgang. Man hatte diese Treppe dann mit einer Holztreppe ├╝berbaut und mit einem Handlauf versehen. Wir hatten schon vergessen in welchem der Tempel sich dieses steile Ding befindet…ihr ahnt es schon…na klar, in Angkor Wat.

Die urspr├╝ngliche Treppe…irre wa­čĄ»

Die mit Holz-Stufen ├╝berbaute Treppe…ja, es geht schlimmer, aber wer es mit der H├Âhe nicht so hat, steht da schon und kiekt erst mal bl├Âd. Der Aufstieg lohnte sich aber auf jeden Fall.

Gl├╝ck vom Monk gab es auch, jetzt sollte der Abstieg aber gelingen.

Es war kurz nach 8 Uhr, uns war nach Kaffee und Fr├╝hst├╝ck, also fuhren wir zur├╝ck in unser Hotel. Auch diese Fahrt war ├╝brigens im Preis f├╝r das Tuk Tuk inbegriffen. Wir hatten dann 1h f├╝r ein ausgiebiges Fr├╝hst├╝ck bevor es wieder auf Tempeljagd ging. Also wieder ins Tuk Tuk und zur├╝ck zur kleinen Tour de Tempel. Der f├╝r Anki geilste Tempel war Ta Prohm…mit dem Beinamen Lara Croft Tempel, einer der Drehorte zu Tomb Raider. Dieser halbverfallene Tempel beeindruckt durch seine W├╝rgefeigen und Tetrameles Nudiflora…riesige Pflanzen…wie auf diesem Foto

Leider war der Tempel sehr beliebt und dementsprechend voller Touristen. An den teilweise sehr schmalen G├Ąngen kam es dadurch zum Stau, man stand f├╝r ein Foto an diesen Wurzel z.B an…wir machten es wie die russischen oder chinesischen Touristen…die dr├Ąngeln n├Ąmlich gerne mal vor…also Ellbogen raus und Platz verteidigt­čśü

Und tats├Ąchlich noch jemanden gefunden, der ein Foto von uns gemacht hat.

Aber nicht bummeln…sondern weiter…auf nach Angkor Thom und den Gesichtertempel Bayon besichtigt. Unser Tuk Tuk Fahrer war sehr umsichtig und wollte uns immer mit gek├╝hlten Wasser versorgen. Wir hatten aber selber eine gef├╝hlte Tankladung dabei und haben sein Angebot freundlich angelehnt. Er war dann schon immer ein wenig traurig­čśĽ

Unser letzter Tempel, wir hatten wieder den ein oder anderen ausgelassen…aber passt­čĄÉ…muss ja keiner wissen­čśë, war von Bayon aus fussl├Ąufig zu erreichen. Mittlerweile war es wieder krachhei├č, zwar bedeckt, aber selbst dann ist die Sonne dort nicht zu untersch├Ątzen. Aber es sollten jetzt nur noch die Elefantenterrassen sein und dann ab nach Hause.

Tsch├╝ss Angkor Weltkulturerbe…

Auf der R├╝ckfahrt zum Hotel lie├č es sich unser Tuk Tuk Fahrer nicht nehmen, uns doch noch mit einer Kleinigkeit zu ├╝berraschen. Er hielt an einem Stra├čenrandstand…­čśüwad f├╝r n Wort… und kaufte 2Papayas. Eine lie├č er f├╝r sich gleich mundgerecht schnippeln, die andere war sein Geschenk an uns. Nat├╝rlich nicht ohne einen Vortrag…wie schnippel ich die Papaya richtig­čśâ und teile sie gerecht durch 2. Wie schon geschrieben….er war das ganze Gegenteil von Schnarchi.

Wir waren durch, im wahrsten Sinne des Wortes…Tempel├╝berflutet und kaputt. Das schrie f├Ârmlich nach ner Ladung Pommes, Mangoshake und ner Abk├╝hlung im Pool.

Anschlie├čend k├Ânnen wir sagen, da├č uns die kleine Tour sehr viel besser gefallen hat als die gro├če und das lag nicht nur am Tuk Tuk Fahrer. Wer also nur einen Tag zur Verf├╝gung hat, ist mit der kleinen Tour bestens beraten.

Angkor Weltkulturerbe… gro├če Tour

Siem Reap…unweit der Stadt beginnt das Areal der weltber├╝hmten Tempelanlagen. Welche Ausma├če sie haben, sollten wir in den n├Ąchsten Tagen sehen. Wir wollen euch auch nicht mit der Geschichte der Anlagen qu├Ąlen, die ist n├Ąmlich ewig lang, reicht bis ins 10 Jahrhundert zur├╝ck und wer mag kann ja im Internetz nachlesen.

F├╝r eine Besichtigungstour eignet sich am besten das Tuk Tuk. Fahrrad geht auch, nur artet das in einer ganz sch├Ân langen Tour de Angkor aus…und das alles bei 38 Grad im Schatten, nicht wirklich zu empfehlen. Einige Tempel sind wirklich gro├č , so da├č man etliche Kilometer zu Fu├č zur├╝cklegt und auch eine nicht zu verachtene Anzahl an H├Âhenmeter absolviert.

Eintrittskarten erwirbt man an den Ticketschaltern, die m├Âglichst nicht verlieren, die kontrollieren tats├Ąchlich an jedem Tempel. Es gibt Tickets f├╝r 1 Tag: g├╝ltig am Kauftag f├╝r 37 Dollar. F├╝r 3 Tage, das hatten wir gekauft, daf├╝r hast du 10 Tage Zeit, du kannst dir also innerhalb dieser Zeit 3 Tage aussuchen. Das Ticket schl├Ągt mit 62 Dollar zu Buche. Das 7 Tageticket ist sogar einen Monat ab Kaufdatum g├╝ltig und kostet 72 Dollar. Anki dachte erst…was macht man dort 3 Tage lang­čĄö…aber das Gebiet ist echt riesig. Auf das Ticket kommt noch ein Foto von dir, welches v├Âllig bekloppt aussieht­čĄĘ

Sch├Ân bl├Âd wa­čśâ.

Die Besichtigung der Anlagen ist durchgetaktet…es gibt eine gro├če und eine kleine Tour, wobei die gro├če Tour viele kleine Tempel aber eine l├Ąngere Wegstrecke beinhaltet…die kleine Tour hat dann auf k├╝rzeren Wegen die gro├čen Brocken. Laut unserem Hotelscheffe beginnt man mit der gro├čen Tour. Also Tuk Tuk f├╝r den n├Ąchsten Tag bestellt, das kostet f├╝r den ganzen Tag 29 Dollar und das hast du dann die ganze Zeit. Du musst dir nur merken, wie dein Tuk Tuk und der Fahrer aussehen. Es warten vor den Tempeln n├Ąmlich einige bis viele. Eine ordentliche Ladung Wasser nicht vergessen, in den Tempeln kraxeln macht durstig. Kleiderordnung einhalten…Schultern bedeckt und am besten lange Hosen, denn die Knie d├╝rfen auch nicht zu sehen sein. Um auch alles ├╝ber die Geschichte der Anlagen zu erfahren, kann man einen Tourguide mieten…es gibt sogar deutschsprachige.

Die Karte als ├ťberblick

Fr├╝hst├╝cksgest├Ąrkt d├╝sten wir los in Richtung Tempelanlagen. Wir hatten uns gegen einen Guide entschieden, wir wollten selber entscheiden, was wir wann und wie lange anschauen.

Unser erster Tempel war Pre Rup und es ging auch gleich viele Stufen nach oben.

Der n├Ąchste Tempel lag etwas au├čerhalb, wir sind ca 45min gefahren und erreichten dann Banteay Samre

Die 45min ging es nat├╝rlich auch wieder zur├╝ck und wir befanden uns wieder auf dem gro├čen Rundkurs. Der n├Ąchste Stop war am East Mebon.

Der Fahrer unseres Tuk Tuks war auch so ein sehenswertes Exemplar…immer das gleiche Bild wenn wir ihn gefunden haben…

Manchmal ist er gar nicht wach geworden, seine Kollegen haben ihn dann angebr├╝llt ­čśâ. Es war ihm geg├Ânnt, es war affenhei├č und oft verdattelten wir doch eine ganze Zeit im Tempel. W├Ąhrend die Fahrer drau├čen warteten, nutzten einige die Zeit f├╝r ein Nickerchen. Der Anblick war schon putzig. Aber wir haben ihn wach bekommen und weiter ging es nach Ta Som…

An dem Tor war ordentlich Andrang…auch wenn es nicht so aussieht, musste man hartn├Ąckig seinen Platz verteidigen um ein Foto zu schie├čen.

Dann haben wir einfach den n├Ąchsten kleinen Tempel ausgelassen, aber das sagen wir niemandem­čĄź…es war irre hei├č und wir seit Stunden unterwegs. Der letzte Tempel unserer gro├čen Runde hatte den zauberhaften Namen Preah Khan und sah genauso verzaubert aus.

Er lag etwas abseits der Stra├če und man lief einige hundert Meter. Unser Tuk Tuk Fahrer erkl├Ąrte, wir sollen quasi einmal durch den Tempel und am Westtor wieder zur Stra├če raus laufen, dort wartet er. Wahrscheinlich dachte er sich auch…gro├čer Tempel, weite Wege und 2 fu├člahme alte Schachteln…das dauert und hatte sich f├╝r sein Nickerchen sogar eine H├Ąngematte gespannt. Da wir aber flink sind und 3m l├Ąngere Beine haben als die Asiaten, rauschten wir nur so durch den Tempel. Hier und da noch ein paar Fotos f├╝r den Blog geschossen und Schnarchi hatte kaum das zweite Auge zugeklappt, da waren wir wieder da­čśü. Jo du, jetzt ist Pumpe mit pennen…ab nach Hause. Es war weit nach 13 Uhr , wir hatten Hunger und mu├čten auch den Salzverlust ausgleichen. Die Klam├Âttchen waren vollgeschwitzt, trockneten zwar immer im Fahrtwind, aber ne Dusche w├Ąr schon sch├Ân. Im Hotel haben wir Pommes mit viiiel Salz geordert und sind schnell ins Zimmer um zu duschen. Wie neu dann wieder runter…die Pommes warteten schon auf uns und als Ges├Âff g├Ânnten wir uns ein Cambodia Lager…legga.

Kr├Ânender Abschluss eines anstrengenden Tempeltages. F├╝r den n├Ąchsten Abend hatten wir ja Karten f├╝r den Zirkus , die Geschichte ist ja schon online…die kleine Tour wollten wir dann zwei Tage sp├Ąter in Angriff nehmen, dazu sp├Ąter mehr.

Siem Reap – Kambodscha

Angkor Wat

Wir sind aus Taipei ├╝ber Kuala Lumpur nach Siem Reap geflogen. Das sollte unsere einzige Station in Kambodscha sein. Zum einen wollten wir unbedingt Angkor Wat anschauen und zum anderen hatten wir nicht mehr so viel Zeit, Ende M├Ąrz sind wir ja in Chiang Rai verabredet. Mit der Schein Residenz landeten wir einen Volltreffer…tolle Anlage mit Rundumbetreuung inmitten der vollen Ladung Kambodscha. Die Oase hatte einen Pool, das Zimmer war riesig und sehr sauber und das Essen war sehr lecker. Uns zugute kam, dass der Besitzer deutsch sprach und einige Tipps parat hatte, wie wir am besten die Tempelanlagen besichtigen.

F├╝r Kambodscha ben├Âtigt man ein Visum. Es gibt 3 Varianten dieses zu erhalten. 1.: du beantragst es im Vorfeld in Deutschland, 2.: du kannst es bis ca 5 Tage vor Einreise als E-Visum ├╝bers Internet kaufen (gilt nicht an allen Grenz├╝berg├Ąngen) oder 3.: du erh├Ąltst es als Visum on Arrival. Drittens war unsere und mit 30 US Dollar sogar die g├╝nstigste Variante. Der Nachteil ist: du ben├Âtigst ein Passfoto (oder l├Ąsst eins vor Ort f├╝r 4Dollar machen), 30 US Dollar in bar und unter Umst├Ąnden stehst du l├Ąnger an den Schaltern und wartest auf dein Visum. Wir sind fr├╝h am morgen gelandet und hatten Gl├╝ck, dass es nicht sehr voll war. Im Flieger f├╝llt man schon die ├╝blichen Immigrationszettel aus und am Flughafen noch den Antrag f├╝r das Visum. Antrag, Foto und 30 Dollar ├╝bergibt man einem Beamten, der, den Anki erwischte, war sehr freundlich und stellte keine Fragen. Bettina aber hatte einen sehr genauen Beamten , der den Ausreisestempel von Kuala Lumpur im Pass sehen wollte…wir kamen ja aus KL. Den hatten wir logischerweise aber nicht, weil wir in KL nur im Transitbereich des Flughafens waren. Eines der vielen Dinge, die wir gelernt haben…schmei├č keine Bordkarten weg, bevor du nicht durch alle Pa├čkontrollen am Zielort bist. So konnte Bettina nachweisen, dass wir aus Taipeh mit Stop in KL eingereist sind. Dann dauerte es nur noch einige Minuten und unsere Namen wurden aufgenuschelt­čśÇ… im Ernst, man stand ca 5 m vor den Schaltern, hinter denen 7-9 Beamte nebeneinander sa├čen. Der letzte Beamte war derjenige, der die P├Ąsse wieder an die Einreisewilligen austeilte. Der Pass wurde in die H├Âhe gehalten und der dazu geh├Ârige Name gefl├╝stert. Den Beamten geht es mit dem Aussprechen unserer Namen genauso wie uns mit asiatischen Namen…ist nicht so einfach. Man orientierte sich also eher am Passfoto, was f├╝r ├Ąltere Augen bissel schwierig war­čĄô. Wir haben es aber hinbekommen.

Jetzt noch zur Passkontrolle, dann Gep├Ąck holen und am Ausgang wartet hoffentlich schon das Tuk Tuk vom Hotel. Und tats├Ąchlich…es war alles da…das Gep├Ąck und das Tuk Tuk vom Hotel.

Wir zogen ein, gingen alles ruhig an, erfuhren einiges ├╝ber Land und Leute und schmiedeten Pl├Ąne, um Angkor Wat zu erkunden. Siem Reap selber ist ├╝berschaubar, wir wohnten etwas au├čerhalb und sind immer mit dem Tuk Tuk ins Zentrum gefahren. Dort steppte der B├Ąr. M├Ąrkte, gro├če und kleine Restaurants und Gesch├Ąfte wechselten sich ab. Der Stadtkern war sehr sch├Ân gestaltet.

Die Hauptstra├čen waren auch noch relativ gut zu befahren, aber die unbefestigten Nebenstra├čen, dazu geh├Ârte die Stra├če zu unserem Hotel, waren schon krass.

Kambodscha hatte was mystisches. Kein Wunder, schon wenn man nur ein wenig in die Geschichte des Landes eintaucht, erzeugt es G├Ąnsehaut. Ein bis heute traumatisiertes Volk, das unter der Diktatur eines Pol Pots und der Roten Khmer Mitte der 70er Jahre gelitten hat, das gequ├Ąlt und fast ausgerottet wurde. Eine ganz wunderbare Idee, dieses Trauma zu verarbeiten, hatten 8 Jugendliche, die nach dem Sturz der Roten Khmer, aus einem Fl├╝chtlingslager nach Hause kamen. Im Lager nahmen sie Zeichenunterricht und merkten, das Kunst ein Werkzeug f├╝r die seelische Heilung ist. Sie begannen mit kostenlosen Zeichenkursen f├╝r Stra├čenkinder. Bald er├Âffneten sie eine Schule, die Phare Ponleu Selpak in Battambang, und boten professionelle k├╝nstlerische Ausbildungen in vielen Bereichen an. Heute besuchen t├Ąglich mehr als 1200 Sch├╝ler die ├Âffentliche Schule und 500 die berufsbildenden k├╝nstlerischen Ausbildungsprogramme, die alle kostenlos angeboten werden. Vom Ergebnis konnten wir uns mit dem Besuch des Phare Cambodian Circus mehr als ├╝berzeugen. Die Schule ist nach wie vor in Battambang, einer der ├Ąrmsten St├Ądte in Kambodscha. Der Zirkus findet seit 2013 allabendlich in Siem Reap statt, weil dort viel mehr potenzielles Publikum unterwegs ist. Mit dem Erwerb einer Eintrittskarte unterst├╝tzt man also die Finanzierung der Kurse und die allgemeine Schulausbildung f├╝r die Kinder, die diese Schule besuchen.

Bettina hatte im Internet ├╝ber diesen Zirkus in Siem Reap gelesen, so dass ein Besuch dort fest eingeplant war.

Die Karten orderten wir ├╝ber unser Hotel und Samstag Abend ging es dann endlich in den Zirkus. Der war nicht sehr gro├č und ├Ąhnelte vom Aufbau einem Zirkus in Deutschland. Wir nahmen an, im Innern ist es hei├č und stickig, denn wir hatten am Tage Temperaturen von 38 Grad. Dem war aber nicht so. Gro├če L├╝fter und Klimaanlagen machten es doch recht angenehm. Sollten dann noch Schwei├čattacken ausbrechen half ein F├Ącher, den es am Eingang gab.

Die aufgef├╝hrte Show hie├č ‚Wei├čes Gold‘ und es ging um den Reis als Lebensgrundlage in Kambodscha. Mit Artistik, Malerei, Pantomime, Musik und Tanz verging die Vorstellung wie im Fluge. Allein schon die kleine Band zauberte h├Ârenswerte Kl├Ąnge, die zum Teil mit Plastetonnen und Gie├čkannen erzeugt wurden.

Die Bildqualit├Ąt ist nicht so berauschend, weil Blitzlicht nicht erlaubt war. Trotzdem sieht man, mit welchem Eifer die Akteure dabei sind. Ankis Lieblingsartist…der mit dem blauen Hemd…verpatzte z.B. eine Figur und fiel vom Balancebrett…beim 2.Versuch hat es geklappt, die Zuschauer tobten und der Kleene strahlte ├╝bers ganze Gesicht.

Das Tuk Tuk fahren, das war hier ein Moped mit Anh├Ąnger, war nichts f├╝r Leute, die unter H├Ąmorrhoiden leiden. so manche „Unebenheit“ ri├č uns f├Ârmlich von den Sitzen.

Abends futterten wir im Hotel, denn die K├╝che war sehr gut. Die Men├╝karte war umfangreich und trotzdem kristallisierte sich ein Lieblingsgericht heraus…Yellow Noodles with Vegetable and Chicken. Als wir das am 5. Abend wieder bestellten und der Chef es servierte, fragte Anki ihn…sag mal, gibt’s hier eigentlich auch was anderes zu essen? ­čĄş Er schmunzelte und die kleinen Schlagabtausche endeten erst mit unserer Abreise. Auch Bettina sorgte mit ihrem Lieblingsgem├╝se, der Zwiebel, immer wieder f├╝r einen Lacher…no Onion ist schon ein gefl├╝geltes Wort.

F├╝r Angkor Wat und die Tempelanlagen braucht man Zeit. Die Anlagen haben gewaltige Ausma├če mit vielen kleinen und gr├Â├čeren Tempel. Dazu kommt ein eigener Bericht.

Unsere Weiterreise nach Chiang Rai, das ist das Geburtstagstreffen bei Pat, stand unter keinem guten Stern. Aus Chiang Mai wussten wir schon vom Smog mit gesundheitsgef├Ąhrdenden Ausma├čen und lasen jetzt im Internet, da├č auch Chiang Rai betroffen ist. Beide St├Ądte liegen im Norden Thailands im Gebirge. Jedes Jahr im M├Ąrz kommt es dort in den W├Ąldern zu Brandrodungen. Wenn dann noch eine ung├╝nstige Wetterlage mit Hitze vorherrscht, zieht Rauch und Asche in die tieferliegenden St├Ądte. Wir fragten Pat per WhatsApp…What about Smog? Sie selber war in Bangkok, telefonierte aber mit Freunden in Chiang Rai und schickte uns per WhatsApp eine nicht so sch├Âne Nachricht. Der Smog w├Ąre doll, sie w├╝rde uns abraten zu kommen, es sind auch Sommerst├╝rme im Anmarsch, wir sollen keine R├╝cksicht auf ihren Geburtstag nehmen, die Gesundheit ihrer Freunde geht vor. Kacke…der Smogwert lag Tatsache bei ├╝ber 300 was auch immer ( in Deutschland wird wohl ab 50 Smogalarm gegeben) es werden Atemmasken verteilt, raus soll man nicht und Klimaanlagen sollen ausbleiben…bei fast 40 Grad. Fl├╝ge fallen wegen der schlechten Sicht aus.

Lila ist schon abartig hoch…man beachte die Temperaturen

Unser Flug nach Chiang Rai lie├č sich nicht umbuchen, wir mu├čten neu buchen­čÖä und entschieden uns f├╝r die stress├Ąrmste Variante…dann eben noch mal ein paar Tage in Bangkok, von wo aus wir schon einen Flug nach Singapur hatten. Vielleicht findet sich ein ruhiges Fleckchen…­čĄşin Bangkok…mit Pool und Schirmchendrink­čî┤­čŹ╣…wie das ausgeht…sp├Ąter mehr­čśÄ.

Taiwan, ein Res├╝mee

Wir lasen viele gute Sachen ├╝ber dieses Land, welches mit 394 km L├Ąnge und 144 km Breite so gro├č wie Baden-W├╝rttemberg ist, dass wir die Entscheidung trafen, hierher zu fahren.

Unsere Erlebnisse kennt ihr schon.

Jedoch gibt es Kleinigkeiten, die es bisher noch nicht in einen Bericht geschafft haben, die wir euch aber nicht vorenthalten m├Âchten.

Der Name Taiwan bedeutet = Terrassenland, weil die Landmassen nach Osten hin stufenf├Ârmig ansteigen.

Es gibt gro├če Unterschiede zur europ├Ąischen Ampelschaltung. In Taipeh z.B war sie so geschaltet, dass es m├Âglich war, die Stra├če diagonal zu queren, weil alle Fu├čg├Ąnger gleichzeitig gr├╝n bekamen. An anderen Stellen waren die Ampelphasen bis zu 90 Sekunden lang. Da muss man fr├╝h eine Menge Zeit einplanen auf dem Weg zur Arbeit.

In Taiwan ist es m├Âglich, das ganze Land mit dem Zug immer an der K├╝ste entlang auf 2635 km zu bereisen. Bei einer Reise im Uhrzeigersinn sollte man m├Âglichst auf der linken Seite sitzen. Damit hast du eine tolle Aussicht und einen Blick auf die Assam Tee Plantagen sowie die vielen Reisfelder.

F├╝r Strecken ins Landesinnere bieten sich Busse an und die fahren auch f├╝r 2 Leute.

Es ist gut, sich im Internet zu informieren, aber es dann doch anders zu machen.

Zum Gl├╝ck haben wir dies am ԜǴŞĆ­čîĺ See so gemacht.

Irgendwie schw├Ąrmten alle von dem kleinen ├ľrtchen Ita Thao. Allerdings lie├čen sich die Unterk├╝nfte ihre exklusive Lage gut bezahlen. So entschieden wir uns f├╝r Yuchi, auf der anderen Seite des Sees. Dies stellte sich f├╝r uns als die bessere L├Âsung heraus. Gegen 17.00 Uhr waren alle Tagesg├Ąste von den Reisef├╝hrern aus den Souvenirl├Ąden eingesammelt und in die Busse gescheucht. Nachdem der letzte Bus den Ort verlassen hatte, lag dieser bis zum n├Ąchsten Morgen und dem Einzug der Buskolonnen friedlich schlafend da. Jetzt geh├Ârten die Souvenirl├Ąden uns.

Der Wettergott meinte es mit uns ja nicht ganz so gut. Aber dies war hier kein Problem. In Taiwan stehen vor jedem Gesch├Ąft und jeder Unterkunft Beh├Ąltnissen mit Schirmen. Da stellt man seinen gepunkteten Schirm rein, w├Ąhrend man einkauft. Dann kommt man wieder raus und dieser ist nicht mehr da, aber daf├╝r z. B. ein gestreifter. Den nimmt man sich dann. Was f├╝r eine super Sache. Das bedeutet jedoch, wenn man Wert auf seinen eigenen Schirm legt, ihn in der Hand behalten sollte, sonst ist er weg.

Die Amtssprache ist mandarin. Taiwanesisch gibt es auch, wird aber immer seltener gesprochen.

Den Unterschied zwischen mandarin und taiwanesisch konnten wir nicht feststellen, wenn wir wieder einmal das Gl├╝ck? hatten, zu einer Karaokevorf├╝hrung dazu zu kommen.

Dies sind keine Telefonzellen, sondern Kabinen, in denen man allein oder zu zweit einen Karaoke Nachmittag verbringen kann. Als ich dies fotografierte, fragte mich eine junge Frau, ob ich Karaoke liebe. Mein entsetztes Nein hat sie zum L├Ącheln gebracht.

Taiwan hat die h├Âchste Dichte an Convenient Stores, in denen man alles f├╝r den t├Ąglichen Bedarf kaufen kann. Oft finden sich Family Markt und 7/11 gegen├╝ber.

Wir hatten die Qualit├Ąt des Cafe Latte hot large or big f├╝r uns entdeckt und ein kleines Verm├Âgen daf├╝r bei 7/11 gelassen.

Was war der Dank?

Wir bekamen kleine Mochi Sticker. Und f├╝r 72 Sticker gab es einen von 6 verschiedenen Mochis. Wir hatten uns schon genau ├╝berlegt, welchen wir haben wollten und welchen auf keinen Fall.

Dann war der gro├če Tag da und wir hielten den Karton mit dem geheimnisvollen Moschi in der Ôťő.

Unser Favorit war der Schwarze. Auf keinen Fall wollten wir den gelblichen in der 2. Reihe.

Wie gro├č war unsere Freude, als es schwarz aus dem Karton schimmerte und wie gro├č unsere Entt├Ąuschung, als wir feststellten, dies ist nur die Verpackung und das ist unser Hauptgewinn ­čśş

Nachdem wir unsere Entt├Ąuschung ├╝berwunden hatten, machten wir die Freunde miteinander bekannt und die feierten das Treffen.

Ganz ist es dem Land nicht gelungen, uns in seinen Bann zu ziehen. Wir haben lange ├╝berlegt, woran das liegen kann. An den sehr freundlichen und hilfsbereiten Menschen ganz bestimmt nicht.

Wahrscheinlichkeit hat es zu oft geregnet und wir waren noch voller Liebe zu Japan.

Daher unser Rat die Reiseroute so zu w├Ąhlen, dass Japan auf Taiwan folgt.

Sonne-Mond-See

Aus Tainan kommend, mal nicht im Regen, erreichten wir nach knappen 2h Taichung. Wieder eine riesige Stadt mit einem riesigen Bahnhof. Es war Donnerstag und wir wollten am Sonntag mit dem Zug weiter nach Taipei, um am Montag dann Taiwan zu verlassen. Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag seien hier der Fairness halber auch erw├Ąhnt ­čśü…also die Wochentage kriegen wir noch zusammen, auch wenn wir manchmal nicht wissen, welcher gerade ist. Aber jut, noch waren wir nicht am Ziel, das da Yuchi hei├čt. Dorthin fuhr ein Shuttlebus und genau gegen├╝ber des Bahnhofs war ein Busterminal. Aber nicht f├╝r unseren Shuttlebus­čÖä…die Station ist noch n St├╝cke weg. Also losgesockt und ins erste Teil, was wie Busstation aussah, rein. Drei Worte gen├╝gten…Sun-Moon-Lake?…und die Dame z├╝ckte ein laminiertes Papier:

Da wird wohl jeder fragen ­čśé…die Sonne Mond See Station ist also noch ein St├╝ck weiter. Wir haben sie, dem Hinweis sei Dank, gefunden, konnten sogar schon die Fahrkarte f├╝r Return am Sonntag kaufen und 10 min sp├Ąter fuhr der Bus auch schon los. Ausser uns fuhren genau noch 2 Leute mit. Am n├Ąchsten Stopp stiegen aber noch einige dazu. Es ging 1h50min durch bezaubernde Landstriche hoch ins Gebirge. Dann sahen wir ihn…den Sun-Moon-Lake…

N bissel diesig, aber es war warm und regnete nicht. Unser Zimmer war ein Tanzsaal und die kleine Herbergsomi, a’la Frau Pfeffertopf, war putzig, man konnte sie kaum anschauen, ihre Dritten waren viel zu gro├č und wir mutma├čten: entweder Ober und Unterkiefer verwechselt oder die vom Opi­čĄş. Mit den zu gro├čen Z├Ąhnen, wir hatten immer Angst, die st├Âsst sie gleich mit der Zunge raus, brabbelte sie immer in einen Translater, der uns dann auf Deutsch mehr oder weniger verst├Ąndliche Sachen ├╝bersetzte. So hatte sie z.B geschnittenes Obst, sah aus wie Apfel und wir durften kosten. War aber kein Apfel und auf unsere Frage ├╝ber den Translater…was ist das f├╝r eine Frucht?…brabbelte Fr. Pfeffertopf was rein und raus kam …Toilett­čĄö da mu├čte Omi aber auch lachen, hat sie wohl genuschelt­čśÇ. Aber sonst hat alles funktioniert.

Der ԜǴŞĆ ­čîĺ See ist das gr├Â├čte Binnengew├Ąsser in Taiwan und liegt auf 760m H├Âhe im Zentralgebirge. Er hat seinen Namen, weil die Uferformen im Osten der Sonne und im Westen des Mondes ├Ąhneln…man ben├Âtigt aber schon einige Fantasie, um das zu erkennen. Einmal um den See sind es 33 Km. Man kann ihn per Rad, Bus, Boot oder zu Fu├č erkunden. Rundherum auf den Berggipfeln sind einige Tempelanlagen zu besichtigen, Gott sei Dank­čĄô. Es gibt einen tollen Weg immer am Ufer lang, oft muss man aber auch die Stra├če nutzen, die ebenfalls drumrum f├╝hrt.

Es ist sehr h├╝gelig, aber f├╝r die kleinen Faultierchen gibt es jede Menge E- Bikes zum ausleihen.

Wir wohnten in Yuchi und der Ort hatte den Charme eines Ostseebades in Deutschland. Der See mit seinen F├Ąhren und Booten hatte auch was vom Gardasee und Bettinas Worte bei Ankunft: also Boot fahren werde ich nicht…na m├╝ssen wir ja auch nicht, erwiderte ich. Das Wasser funkelte an vielen Stellen so richtig t├╝rkisblau.

So ein bisjen stand das Wetter in Taiwan mit uns auf Kriegsfu├č…es war zwar nicht kalt, aber fast immer bew├Âlkt und oft regnerisch.

Wir wollten nat├╝rlich den See mit R├Ądern umrunden und schauten jeden Tag mit Argusaugen in die Wetterapp…die versprach am Abend immer Sonne f├╝r den n├Ąchsten Tag, was morgens aber nicht mehr der Fall war­čśĄ. Also verschoben wir die Radeltour auf den vermeintlich besten Wettertag und tingelten in Richtung Fr├╝hst├╝ck, was es mitten im Ort gab. Das Fr├╝hst├╝ck war Teil des Zimmerpreises und Fr. Pfeffertopf zeigte uns am ersten Abend die Lokalit├Ąt. Dazu brabbelte sie wieder in ihren Translater…die Dritten wackelten bedrohlich…und der Translater sagte uns dann…ich bringe sie jetzt zum Fr├╝hst├╝ck…h├Ą, jetzt?? Aber da rannte sie schon los…und wenn wir schreiben rannte, dann meinen wir das auch so…wir hatten echt M├╝he, Schritt zu halten ­čśâ. Das Lokal war wirklich als solches nicht zu erkennen und Fr. Pfeffertopf war am n├Ąchsten Morgen nicht da, deshalb gab es die Einweisung halt am Abend…ok, alles klar.

Das Fr├╝hst├╝ck war eher was f├╝r den hohlen Zahn­čĄş, frisch zubereitet und lecker, aber sehr wenig. Naja, wir schauten dann doch zum Bootsfahrkartenverkauf…nur mal so, was das kostet. Und zack hatten wir eine Tageskarte gel├Âst und 10 min sp├Ąter sa├čen wir auf dem Wasser…so viel zu…Also Boot fahren werde ich nicht­čśâ.

Das Ticket galt den ganzen Tag und man hatte 3 Ausstiegsm├Âglichkeiten. Die Erste war…na was wohl…ein Tempel. Der Xuanguang Tempel. Hei├čbegehrtes Fotomotiv bei chinesischen Touris…die Inschrift Sonne Mond See. Die haben dort echt angestanden.

Hinter der Anlage begann ein Trail zum n├Ąchsten Tempel…L├Ąnge 850 m, ach komm, das latschen wir ab. Und die Aussicht dort oben…bei Wolken schon Klasse…

Ein W├╝nschebaum

Der Wanderweg…bergauf, bergab, meistens bergauf, nur bergab ging’s meistens bergab­čĄş

Blick von oben

Wieder runter und mit dem n├Ąchsten Boot zur n├Ąchsten Station. Das war die kleine Stadt Ita Thao. Auf den Fahrten zu den Stationen bet├Ątigten sich die Bootsf├╝hrer als Entertainer und bl├Âkten dir ├╝ber Mikrofon was auf chinesisch ins Ohr…die ganze Fahrt, immerhin jeweils ca 15 min. Das war n bissel grausam­čÖë.

Ita Thao bestand aus Fress-und Souvenirbuden, Hotels und dunklen Gassen. Es mag am tr├╝ben Wetter gelegen haben, gefallen hat uns das St├Ądtchen nicht. Dort gibt es auch eine Cable Car Anlage hoch auf den n├Ąchsten Berg. Aber bei diesigem Wetter sieht man da ja nix. Ist ne Ausrede…wir fahren n├Ąmlich beide unheimlich gerne mit Seilbahnen ├╝ber tiefe Abgr├╝nde­čśë. Wir beschlossen erst mal was zu futtern und den k├Âstlichen Cafe Latte von 7eleven zu schnabulieren. AufgemerktÔśŁ´ŞĆin Taiwan ist ein Ort erst klein, wenn es keinen 7eleven gibt. Wir haben bis jetzt keinen kleinen Ort kennengelernt. Die 7eleven Dichte ist sagenhaft.

Das n├Ąchste Boot mit Entertainment brachte uns zur├╝ck nach Yuchi. Dort ├╝brigens sehr empfehlenswert, ist das kleine Lokal auf dem n├Ąchsten Foto. Sehr preiswert und voll legga. Es ist in der N├Ąhe des Busparkplatzes.

Der n├Ąchste Tag, ihr erinnert euch, angeblich der Tag mit ԜǴŞĆ…fing an wie alle anderen Tage…tr├╝b. Egal, heut mieten wir die R├Ąder, das ist hier gar nicht so einfach als Europ├Ąer ( wir sind doch ein ganzes St├╝ck gr├Â├čer) ein passendes Radel zu finden. Das hatten wir dann aber, der Sattel ging einigerma├čen hoch und der Abstand zum Lenker war auch passabel. Man sollte den See im Uhrzeigersinn umrunden, die Anstiege w├Ąren da wohl nicht so krass wie andersherum. Wir zottelten los. Am Ende des sch├Ânen Radweges sollte man auf die Stra├če wechseln, obwohl der Radweg augenscheinlich weiterging. Los, lass uns weiter den Radweg benutzen. Das ging auch ne ganze Weile gut…bis zum n├Ąchsten Tempel, da war Schlu├č und entweder den ganzen Weg zur├╝ck oder…Treppen, 366 Stufen hoch…mit dem Rad wohlgemerkt.

Das war erst die H├Ąlfte der Strecke…

Wir entschieden uns f├╝r die Treppe­čśü. Rad geschultert und mit Pausen und unter den staunenden Blicken der Asiaten da hoch. Oben, kurz vor der Kotzgrenze, ein toller Tempel…Bettina besuchte ihn,

Anki hatte genug von Tempel und wartete drau├čen, geno├č die Aussicht und be├Ąugte die Drahtesel.

Die Drahtesel sind ├╝brigens von GIANT…die werden in Taiwan produziert. Weiter ging es, immer auf der Stra├če lang, Serpentinen hoch und runter, dann mal wieder ein St├╝ck des sch├Ânen Radweges und kurz vor Ita Thao, ca bei Km 9, gab der Bowdenzug der Hinterradbremse an Ankis Markenbike den Geist auf. Die Bremse hatte sich ausgehakt, um es mal als Laie zu erkl├Ąren, und lie├č sich nicht mehr richtig bedienen. Und das im Gebirge…und nur die Vorderradbremse benutzen­čĄ»das kann schnell in die Hose bzw. ├╝ber den Lenker gehen, ich erinnere an Bettinas Schotterflechten vom Radsturz. Weiter um den See waren noch ca 24 Km…umkehren ca 9 Km. Wir entschlossen uns f├╝r Umkehr. Auf dem R├╝ckweg entstanden noch ein paar Bilder…

Nach 2,5h waren wir wieder am Radverleih und der Typ fing auch gleich an, die Bremse zu reparieren. Auf unsere Frage nach Preisnachlass kam ein: no…wir h├Ątten die R├Ąder ja im ordnungsgem├Ą├čen Zustand bekommen. So ein Sack, na war jetzt auch egal, irgendwie waren wir mit Taiwan jetzt auch durch. Am n├Ąchsten Morgen hatten wir den Return Shuttlebus ganz f├╝r uns alleine…mit dem Hohlen-Zahn-Fr├╝hst├╝ck und nem 7elevenÔśĽ

Weil auch unterwegs niemand zustieg, und wir eh schon mindestens einen Bus fr├╝her waren als geplant, erreichten wir Taichung schon gegen 11 Uhr. Unser Zug nach Taipei fuhr aber erst um 13:44 Uhr. Bettina meinte, vielleicht k├Ânnen wir die Fahrkarten tauschen und einen Zug fr├╝her fahren. Am Schalter legten wir unsere Fahrkarten hin, ├Ąu├čersten unser Anliegen, hatten wenig Hoffnung, dass das geht…wir wissen ja wie schwierig das zu Hause ist…und ihr glaubt es nicht…die junge Dame hat die Fahrkarten anstandslos umgetauscht­čĄŚ. Sogar Sitzpl├Ątze waren uns sicher. Wow, und der Zug fuhr 11:45 Uhr, das war in einer halben Stunde. Perfekt.

Die 116 das ist unser Zug

Eine Nacht noch und am n├Ąchsten Abend verlassen wir Taiwan mit einem Nachtflug nach Kambodscha. Wir freuen uns auf unser Hotel mit Pool…Urlaub vom Reisen, eine ganze Woche gammeln­čî┤­čŹ╣­čĆŐ.

Und weiter geht’s, Kaohsiung 2. Teil

Der Wetterbericht versprach keinen Regen, also ging es am n├Ąchsten Tag auf zum Lotus See, der 1686 angelegt wurde.

Wir umrunden den See im Uhrzeigersinn und treffen als erstes auf die ­čÉë und ­čÉů Pagode.

Diese wurde 1976 erst erbaut und besteht aus einem Drachen- und einem Tigerturm. In beiden T├╝rmen kann man die jeweils 100 Stufen nach oben bis in den 7. Stock gehen, um die wundersch├Âne Aussicht auf den See und die anderen Pagoden zu genie├čen. Der Aufstieg lohnt sich aber auch, um die zahlreichen Gem├Ąlde im Inneren der T├╝rme zu genie├čen. So sind u.a. Bilder von den 12 Weisen, den 30 Pal├Ąsten des Jadekaisers bzw. von Konfuzius zu sehen. Der ­čÉë steht f├╝r Osten und Fr├╝hling und der ­čÉů f├╝r Westen und Herbst. Beide Tiere spielen in der chinesischen Symbolik eine gro├če Rolle.

Die Legende besagt, wenn man durch das Maul des Drachens hinein und durch das Maul des Tigers wieder hinaus geht, wandelt man das Pech in Gl├╝ck. Obwohl wir bisher wenig Pech hatten, nutzten wir die Gelegenheit. Man wei├č ja nie ­čśä

Hunger und Kaffeedurst erreichten uns, als wir wieder auf dem Boden standen. Das bedeutet, B├Ącker und 7/11 suchen. Und siehe da, beides war in guter Distanz erreichbar und gut gest├Ąrkt konnte die Besichtigungstour weitergehen.

Cih Ii Palast

Weiter ging es zur Fr├╝hling und Herbst Pagode, die ihren Namen erhielt, weil die Bauzeit vom Fr├╝hling 1437 bis zum Herbst 1438 dauerte.

Hier angekommen, ├╝berlegten wir, ob wir nicht doch in Disneyland gelandet sind. Die Figuren noch gr├Â├čer und bunter als beim vorherigen Tempel. Auch hier haben wir sicherheitshalber den Drachen durchquert (ihr erinnert euch Pech / Gl├╝ck).

Doch auch dann sollte noch nicht Schluss sein mit gro├čen bunten Figuren.

Die riesige Figur des Himmelskaisers l├Ąsst gr├╝ssen.

Unser Weg f├╝hrte uns am gr├Â├čten Konfuzius Tempel in Taiwan vorbei. Ja , ihr lest richtig,nur vorbei,nicht rein.

Unseren letzten Stopp machten wir beim Chingshui Tempel.

Aber hier konnte ich der Versuchung, bis ganz hoch zu klettern, nicht widerstehen. Belohnt wurde ich mit Gravuren auf Granit und einer wundersch├Ânen Holzdecke.

Wir kamen voller neuer Eindr├╝cke und ein bisschen geschafft in unserem Hostel wieder an. Danach war die Dachterrasse ein guter Ort, um auszuruhen und dem Regen, der wie aus Eimern sch├╝ttete, zuzusehen.

Zwar war am n├Ąchsten Tag vom ­čîž´ŞĆ erstmal nichts mehr zu sehen, aber die ԜǴŞĆ leider auch nicht. Egal, auf geht’s zur Insel Cijin, auf der die Wurzeln der Stadt Kaohsiung liegen.

Wir nehmen die F├Ąhre und sind nach 10 Minuten auf der ­čĆŁ´ŞĆ.

Uns lockte die Aussicht vom Leuchtturm und die Reste der Chinon Festung aus der sp├Ąten Qing Dynastie.

Kein Wunder also, dass die Durchg├Ąnge f├╝r uns zu klein waren.

Der Leuchtturm ist montags geschlossen. Na super, heut ist Montag und Wetter ist auch nicht so doll, um eine Aussicht zu genie├čen.

Daher ab an den schwarzen Strand, an dem man theoretisch auch baden k├Ânnte. Na wir jedenfalls heute nicht. Daf├╝r entdeckten wir das Schild “ Tunnel der Stars“. Was ist das? Nichts wie hin. Okay, Stars haben wir nicht gesehen oder getroffen, aber daf├╝r hat uns der Gang durch den Tunnel mit wunderbaren Felsformationen belohnt.

Rechtzeitig bevor der Regen wieder einsetzte, fuhren wir mit der F├Ąhre und dem Blick auf den Tuntex Sky Tower zur├╝ck.

Am n├Ąchsten Tag brachte uns der Zug innerhalb von 45 Minuten nach Tainan, der ├Ąltesten Stadt Taiwans.

Dank Google Maps fanden wir unser Hostel KSF in einer sehr kleinen Seitenstra├če. Es sollte f├╝r die n├Ąchsten 2 N├Ąchte unsere Bleibe sein. Mehr h├Ątten es auch nicht sein d├╝rfen. Die Betten waren so hart, dass an Schlaf trotz vorhandenem H├╝ftgold kaum zu denken war.

Die ԜǴŞĆ schien mal. Das nutzten wir aus und verbrachten den Nachmittag, ja auch wieder mit Kaffee und Kuchen, an dieser Oase.

Diese Stadt war f├╝r uns nur ein kurzer Stopp auf dem Weg zum ԜǴŞĆ ­čîĽ See.