Georgetown und Meer

Wir sind auf dem Weg nach Georgetown. Unser Busfahrer ist diesmal jünger und sein Fahrstil dementsprechend. Wir erreichen die Insel Penang ca. 30 Minuten früher als geplant. Unser Weg führte uns über eine 5 km lange Brücke mit herrlichem Blick auf die Insel.

In Sung Nibong, das ist der Busbahnhof etwas außerhalb von Georgetown, angekommen und wie weiter? Unsere Wahl fiel auf den Localbus. Wo war die Haltestelle und wann kommt der nächste Bus?🤔Wir sollten den Bus 101 nehmen. Haltestelle gefunden, aber Fahrplan, was für ein Fahrplan?

Dann kam ein Bus, dessen Ziel irgendwas mit Georgetown war. Er hatte zwar eine andere Nummer, aber was soll’s? Dem Fahrer die Adresse unseres Hostels unter die Nase gehalten, der nickte kurz und ab ging die Fahrt flotten Lenkers. Sicherheitshalber saßen wir ganz vorn auf einem Platz für 2 Malaysier. Das heißt: 1 1/2 Europäer.

Unsere Rucksäcke hatten wir in die Gepäckablage, schön sauber und glatt, gewuchtet. Die Fahrt verlief zügig, von kurzen und plötzlichen Bremseinlagen unterbrochen. Bei einer Bremseinlage war das Trägheitsmoment stärker als zuvor. Ankis Rucksack kam ins Rutschen und landete auf einer kleinen malayischen Familie. Nach vielen sorry,s ging die Fahrt weiter. Anki verfolgte per Googlemaps die Busfahrt…der Plan war, aussteigen, wenn wir in die Nähe des Hostels kommen. Bestimmt noch 3x den Busfahrer mit unseren Aussteigewünschen belästigt, der ließ uns aber nicht…bis er langsamer fuhr, selber noch mal schaute und…uns rausließ…und…genau vor unserem Hostel.

Unser Zimmer befand sich in der obersten Etage…erreichbar über 2 schmale Hühnerleitern… aber welch himmlische Ruhe. Die Duschen und Toiletten waren 1 Hühnerleiter tiefer, sehr sauber und der lange Weg wär nur ein Problem bei Blasenschwäche und Flitzekacke 💩 Alles wurde ständig geputzt. Ein Hosteltyppi erinnerte stark an Edward mit den Putztuchhänden…oder wie der hieß😉 … er wienerte immer irgendetwas, einmal sogar die Blätter der Grünpflanzen 🌿

Die Stadt hatte uns noch mehr Street Art versprochen als Ipoh.

Seht selbst

Und auch hier herrliche Kolonialbauten

Wie immer der grüne Platz vor der Town Hall

Und hier wollten wir auch Silvester erleben. Den ganzen Tag keine Böller, fast vergaßen wir, dass heute der letzte Tag des Jahres ist, und kamen zu der Erkenntnis, so richtig Silvester feiern gibt es hier nicht. Nach einem Mojito in einer netten Bar, kehrten wir gegen 23.00 Uhr in unser Zimmer zurück, um dort mit unserem Bier auf das neue Jahr zu warten.

Bettina kam pünktlich 23.59 Uhr vom Duschen zurück und Punkt 00:00 Uhr knallte es und es begann…ein Feuerwerk. Hm, wieso doch Feuerwerk? Und nu? In Schlafschlüppis zum Feuerwerk im muslischen Malaysia? Keine Option. Pajero war die Lösung…und wir sahen ein zauberhaftes Feuerwerk auf der Straße vor unserem Hostel.

Das Feuerwerk war nur staatlich, privates Geknalle gab es nicht. Damit entfiel am nächsten Morgen der Blick auf den liegengeblieben Dreck der Silvesternacht, wie zu Hause üblich.

Wir hatten genug von Stadtbesichtigungen und Trubel…wir wollten ans Meer. Gedacht, gebucht. Die Unterkunft war eine Art Villa und versprach Strandnähe und einen schönen Garten. Dieser erwies sich dann zwar als ein schmales Stück Rasen, aber egal. Wir nutzen die Gelegenheit für große Wäsche, die wir im „Garten“ trockneten.

Wir machten uns auf den Weg zum Strand und beschlossen, morgen wird unser Strandtag.

Wir hatten die Rechnung aber ohne den Tropensturm Pabuk gemacht. Der bescherte uns Regen und nichts war mit Strandtag. Stattdessen saßen wir mit einem Kaffee unter dem Vordach „unserer“ Villa, surften das Internet leer und rollerten unseren Wäscheständer mal unter und mal vor das Dach, je nach Regenintensität. Während wir so das Leben genossen, kam das ältere Paar, Mitbewohner aus unserer Villa. Sie berichteten von ihrem Ausflug in den nahegelegenen Nationalpark. Sie erzählten so begeistert…damit war der Plan für den nächsten Tag geschmiedet.

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