Nationalpark Penang

Der Nationalpark auf Penang ist einer der Kleinsten der Welt. Mit 25 km² ist er auf jeden Fall der Kleinste in Malaysia. Wir fuhren mit dem 101 Bus, der unter anderem an einem Adventurepark hielt. Wir stiegen aus, weil wir uns am Ziel wähnten, Anki war auch schon fast an der Kasse…Kasse?? Freier Eintritt? Wie passt das denn zusammen???…Gar nicht…falsche Haltestelle. Im Sprint wieder zurück zum Bus und dann erst Teluk Bahang wieder ausgestiegen, das war die Endhaltestelle und wir damit fast am Haupteingang. Aber nur fast…direkt an der Bushaltestelle fing uns eine Frau ab, die erklärte, der Weg zum Monkeybeach wäre gesperrt, es gab ein Unwetter und Geröll blockiere den Weg. Wir können bei ihr eine Bootsfahrt zum besagtem Strand kaufen. Nö, wollten wir nicht, also ab zum Haupteingang. Der Park hat, bei freiem Eintritt, von 08:00 Uhr- 17:00 Uhr geöffnet. Am Eingang muss man sich registrieren, also Pass nicht vergessen. Da wir das vorher im Internet gelesen haben, hatten wir unsere natürlich dabei und brauchten sie gar nicht. Wir hätten auch Miss Marple und Mister Stringer ins Buch schreiben können, es hätte eh niemand nach uns gesucht. Wie auch…wieder austragen brauchte man sich nicht😁. Man bekommt eine kleine Karte und los ging es. Da Anki immer Angst hat,den kleinen Hungertod zu sterben, hatten wir neben ausreichend Wasser auch Waffeln dabei.

Die Wanderkarte in groß…
und in klein to go

Man kann zwischen mehreren Routen wählen, oder aber auch alles zusammen ablaufen, da kommen dann aber locker 6-8 h zusammen.

Wir stiefelten los…

Gepflasterte Wege…das wird ja ein Kinderspiel

Schon auf den ersten paar Metern querten unseren gepflasterten Weg sich prügelnde Affen. Im großen Bogen sind wir dran vorbei…und die ersten Strände taten sich auf.

Traumsträndchen

Und wenn die Wege so bleiben, ist es kein Problem…O-Ton Bettina. Der tolle Weg führte noch über eine kleine Brücke und danach musste man zwischen rechts… Monkeybeach und links…Turtlebeach entscheiden. Da wir von Affen die Schnauze voll hatten, entschieden wir uns für das Frauen- Rechts…den Turtlebeach. Ankis Überlegung, warum man für knappe 3,5 km 1h20 benötigen sollte…erübrigte sich nach der nächsten Kurve. Erste Schritte nach links…und es sah so aus…

ade gepflasterte Wege

Und das war noch harmlos…

Da sind sie also, die Nationalparkwege…schmal, steil, verwurzelt und steinig, oft unbefestigt, aber machbar. So richtig verlaufen konnte man sich auch nicht, die Ausschilderung war super, und bei nur einem Weg…was sollte da schiefgehen. Streckenweise waren wir ganz alleine, ab und zu trafen wir auf andere Wanderer. Immer begleitet von einem ständigen Pfeiffen… dem Urwaldtinnitus…ging es gefühlt nur bergauf, vorbei an Wasserfällen oder kleinen Sitzmöglichkeiten.

Traumhaft…wenn man die Augen kurz mal vom Schweiß befreit hat und einen Rundumblick schmiß. Apropos Schweiß…wir haben selten soooo geschwitzt…Anki hat ab und zu ihr Shirt ausgewrungen, die Schweißbäche fingen am Kopf an…sammelten sich an Nasenspitze und Kinn, um dann vereint in reißenden Strömen körperabwärts zu fließen.

Der Nationalpark bietet sehr viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten. Die Pflanzenvielfalt können wir bestätigen. Sattes Grün wohin man auch schaute. Den ein oder anderen Schmetterling, mit beachtlicher Größe, haben wir entdeckt, auch Käfer und Tausendfüßler krabbelten vor unseren Füßen. Warane z.B., haben wir nicht gesehen, obwohl sie in fast jedem Reisebericht, den wir durchforsteten, erwähnt wurden.

Aber nicht das Ziel aus den Augen verlieren…weiter ging es und die Wege wurden abenteuerlicher…

Jo…da kletter erst mal hoch…

Dann mal wieder ein Hinweisschild…die Richtung stimmt noch und in ca 500 m sollten wir am Turtlebeach sein. Das ist n bissel mehr als eine Stadionrunde, also keen Problem. Im Internet haben wir auch vom Merometik Lake gelesen…ein See, mit einer Salz- und Süsswasserschicht. Wir haben diese Tour abgewählt, weil die Salzwasserschicht nur von Mai bis September vom Meer in den Süsswassersee geschwemmt wird. Wir haben Januar und damit Trockenzeit. Dass wir sowieso, auf dem Weg zum Turtlestrand, an dem Merometik Lake vorbei kommen, haben wir erst geschnallt, als wir davor standen. Man hörte schon das Meeresrauschen, es ging aber nochmals serpentinenartig steil hoch und dann sahen wir ihn…

der leere Merometik Lake

Dann noch fix über die Hängebrücke…

Und, nach 1h 15, wow…

Einsam und einfach nur schön. Jede von uns tappelte mal im Meer rum, eine blieb immer bei den Taschen…die Affen klauen einfach alles, und ohne Schuh durch den Dschungel zurück, das wär nicht lustig. Außerdem waren ja noch die Waffeln im Gepäck 😋 die wir jetzt verputzten.

Frisch gestärkt und sonnendurchflutet, mit einem Auge noch die, über dem Meer aufziehende, dunkle Wand gesehen…ignoriert…und den selben anstrengenden Weg zurück angetreten.

Nach ungefähr 500m fing es an zu regnen. Erst ein bisjen, durch das Blätterdach wurde man nicht mal nass…bis zu dem Punkt, wo man dann nass wurde. Es war auch egal, ob schweißnass oder regennass…und ich(Anki) habe die Gedanken, an Sturzfluten bergab, davongeschoben…die hätten uns nämlich in einem Ruck zurück an den Eingang…oder wer weiss wohin…gespült. Aber keine Spur von Sturzbächen. Es bildeten sich nur kleine Bäche und Pfützen mit milchiger Brühe, die uns den ganzen Rückweg begleiten sollten.

Nass bis auf die Knochen erreichten wir wieder den Eingang. Noch schnell zum Bus und fix nach Hause…so unser Plan. Die Realität: den ersten Bus ziehen lassen, weil wir falsch gestanden haben. Ein Einheimischer erklärte dann, wo wir hin müssen. Von dort fuhr aber nur der 102er…der Fahrer war total nett, nahm uns kostenlos zum Umsteigepunkt mit und nach nochmals 20min warten, fuhr dann unsere 101 Linie los. Gefroren haben wir nicht, es war ja warm. Aber die klatschnassen Hosen, wie eingepinkelt…der Arme, der sich nach uns auf den Hartschalensitz, wo sich das Wasser so richtig sammelte, gesetzt hat😆

In den Bussen muss man, um auszusteigen, klingeln, sonst saust der weiter. Wir hatten als Erinnerungspunkt das Mc Donalds Zeichen…welches aber von Ankis Platz aus nicht einsehbar war. Also klingelte sie vor jeder Haltestelle, die aussah wie unsere und erntete schon zornige Blicke des Busfahrers…bis Bettina an der Richtigen bimmelte, sie hatte Mc Doof nämlich sehen können😎

Frisch geduscht und in trockenen Kleidern können wir sagen: ein toller Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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3 Kommentare zu „Nationalpark Penang

  1. Ich bin beeindruckt und erfreut, dass ihr das unverletzt gemeistert habt, insbesondere Anke ☺. Vielen Dank, für die tollen Fotos und das ihr uns teilhaben lässt. LG Monika.

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