Saigon…Nine Million ­čŤÁ­čŤÁ­čÜ▓

Dieser K├╝hlschrankmagnet ist soooo treffend…

Saigon…├Ąhnlich wie Bangkok…hei├č, stinkend, laut und doch irgendwie fesselnd. Von allen asiatischen L├Ąndern, die wir bis jetzt bereist haben, hat Vietnam mit Abstand den schlimmsten Verkehr. Sie fahren kreuz und quer, entgegengesetzt der Fahrtrichtung, auf den B├╝rgersteigen, ohne Licht, ohne zu schauen…3x hupen, Augen zu durch…wird schon schief gehen. Hupen ist wahrscheinlich das Erste, was die Vietnamesen lernen…es ist auch ├╝berlebenswichtig. Als Fu├čg├Ąnger hat man die Arschkarte…entweder dein Aktionsradius hat die Ausma├če eines Bierdeckels, falls es dir nicht gelingt, die Stra├če zu ├╝berqueren oder: mach es wie die Vietnamesen…schr├Ąg durch die fahrende Mopedmenge…immer in Blickkontakt mit den Fahrern…und blo├č nicht stehen bleiben…hastige Bewegungen vermeiden und gesund auf der anderen Stra├čenseite ankommen. Und an einer Ampel ­čÜŽ…Gr├╝n hat nichts zu bedeuten!!! Klingt easy…ist aber der pure Stre├č…f├╝r Anki jedenfalls…aber es klappt schon sehr gut. Gestern Abend, wir waren auf der Futtersuche, scho├č ein sehr betrunkener Vietnamese auf seinem Fahrrad­čÜ▓ laut singend an uns vorbei…quer ├╝ber eine sehr stark befahrene riesige Stra├če… bei uns w├Ąr das schon ne Autobahn…von einer Stra├čenseite zur anderen…uns blieb die Futterluke offen stehen…oh man, der fuhr ohne Licht­čś▒…im Ernst, der kam heile dr├╝ben an­čÖć…eine mittelalte Frau kutschierte die alte Oma!! auf dem Gep├Ącktr├Ąger durch die Gegend­čÜ▓. Oma nat├╝rlich im Schlafanzug. Der Schlafanzug ist ├╝brigens hier ein g├Ąngiges Kleidungsst├╝ck f├╝r drau├čen, bevorzugt getragen von Kindern und alten Leuten.

Saigon hat auch einige Sehensw├╝rdigkeiten…mit denen wollen wir euch aber nicht qu├Ąlen, wir kennen die meisten schon und der Rest hatte, aufgrund des Tetfestes , na was wohl…geschlossen. Deshalb nur ein kleiner Auszug

Unser t├Ąglich Tempel gib uns heute…
Das Rathaus

Unser Saigon Inn Hostel war leider ausgebucht, wir buchten ein in der N├Ąhe liegendes, mit sehr guter Bewertung…das Drop by Saigon. Viele lobten die ├╝berdurchschnittliche Freundlichkeit der Hostelbesitzer, vor allem die Herzlichkeit der jungen Frau. Die schrieb mir auch im Vorfeld schon per WhatsApp die sehenswerten Dinge in Saigon, wo wir essen gehen k├Ânnen und wie wir ins Haus kommen. Ellenlange Texte und ich dachte schon, ob die junge Frau gar nicht vor Ort ist? Das Hostel und das Zimmer sei offen und die Schl├╝ssel liegen auf dem Tisch. P├╝nktlich aus Dalat in Saigon eingetroffen, fuhren wir mit dem Localbus in Richtung Hostel. Es war offen, wir sollten die Schuhe ausziehen, haben wir gemacht…als ein junger Mann von einer Matratze im K├╝chenbereich hochsprang und uns verschlafen begr├╝├čte. Er begleitete uns ins Zimmer…das war die Nr.5 in der 3.Etage. Wir besprachen noch das Fr├╝hst├╝ck f├╝r den n├Ąchsten Tag und zogen ein. Etwas sp├Ąter, wir hatten Hunger und wollten essen gehen, das gleiche Bild…der junge Mann lag wieder in der K├╝che, sprang wie ertappt auf, nannte uns eine Lokalit├Ąt…die wir allerdings nicht gefunden haben­čśü…und kullerte sich wieder auf die Matte. Von der jungen Frau keine Spur. Auch am n├Ąchsten Morgen…das Fr├╝hst├╝ck servierte der junge Mann, etwas unbeholfen und au├čer uns und noch 2 G├Ąsten war niemand anderes da. Das Hostel bot auch einen W├Ąscheservice an und wir wollten unsere Klam├Âttchen gewaschen haben, unter anderem unsere Schlafs├Ącke… die aber sollten am Abend trocken sein… alles andere hatte Zeit. Er hat es verstanden, zumindest nickte er, die Waschmaschine stand auf unserer Etage und getrocknet wurde die W├Ąsche auf dem Balkon, auch auf unserer Etage…also sollte klappen. Unser Angebot, die W├Ąsche selbst zu waschen, lehnte er kategorisch ab. Am Nachmittag, wir kamen vom Tingeln durch die Stadt…und unsere W├Ąsche lag noch genauso in der Lobby, wie wir sie abgegeben haben­čžÉ Na Junge, so haben wir aber nicht gewettet…haste wieder gepennt oder wad? Und wo eigentlich ist Nana, die junge Frau, von der alle geschw├Ąrmt haben? Er traute sich jetzt nicht mehr auf seine geliebte Matratze, sondern wir gingen mit ihm jetzt auf unsere Etage und blieben, bis die Waschmaschine lief­čśü…aufh├Ąngen brauchste nicht, das machen wir selber­čĄô. So richtig recht war ihm das nicht, war uns aber egal, er schien auch etwas ├╝berfordert mit allem, wir haben nicht mal vern├╝nftig eingecheckt­čĄö und wenn er nicht schlief, rauchte er vor dem Haus. Aber all das sollte sich am n├Ąchsten Tag aufkl├Ąren…da sa├č morgens pl├Âtzlich die junge Frau, Nana, auch in der K├╝che… mit…einem Baby auf dem Arm­čÖé Die beiden waren 2Tage zuvor Eltern einer Tochter geworden…na da waren alle Unannehmlichkeiten vergessen, wann immer wir konnten, schauten wir zum Baby, das wirklich sehr s├╝├č war. Und sie waren nicht nur Eltern geworden, die junge Frau hatte am Tetfestvormittag einen Mopedunfall, erlitt Verletzungen und am Nachmittag wurde das T├Âchterchen geboren…das erkl├Ąrte nat├╝rlich alles. Wir kamen ins Gespr├Ąch…das Kind ist wohlauf, der jungen Frau ging es nicht so gut, man sah, dass sie Schmerzen hatte und ihre Asphaltflechten waren um ein vieles ausgepr├Ągter, als die von Bettina. Zur Unterst├╝tzung waren jetzt auch beide Omas angereist, die Mutti von ihr war total nett, die von ihm etwas ruppig­čśÇ. Damit war auch unsere Herrschaft ├╝ber die W├Ąsche und den Trockenbalkon dahin­čśÉ. Die Schwiegeromi blieb aber nur 2Tage­čśë. Die Muttiomi winkte uns immer mal wieder zur s├╝├čen Enkeltochter…sie war sichtlich stolz.

Der Innenhof vor dem Hostel

Gaaaanz oben haben wir gewohnt

Die Tage verbrachten wir meistens in der Innenstadt…sehr gut zu erreichen mit dem Bus…aus unserer Richtung war es der 152-ger. F├╝r 5000 Dong, ca 25ct, konnte man quasi von einem Ende der Stadt bis zum anderen fahren. Am ersten Tag verpassten wir die richtige Haltestelle, wir wollten zur Oper und verfolgten die Fahrt auf Googlemaps…aber 2x anders abgebogen als gedacht und zack Haltestelle verpasst.

Die Oper

Der 152-ger ist aber auch der Bus, der zum Airport f├Ąhrt. Mit genau diesem wollten wir am Sonntagabend zum Flughafen. Also wie eben geschrieben…Haltestelle der Oper verpasst…na dann lass uns doch bis zur Endhaltestelle Airport fahren, dann sehen wir gleich, wie lange das dauert und nehmen den n├Ąchsten 152-ger zur├╝ck und steigen dann an der Oper aus. Da wissen wir jetzt wo die Haltestelle ist und es kostet immer 5000 Dong…egal wohin und wie weit. Hat super geklappt.

Der 152-ger

Das chinesische Neujahr war noch allgegenw├Ąrtig…die feierten echt die ganze Woche…wie es in Dalat angefangen hat, ging es in Saigon weiter… geschlossene Gesch├Ąfte und feiernde Familien. Die sa├čen oft vor ihren H├Ąusern, spielten Karten und tranken Bier…Kartonweise und jeden Tag­čÖć­čĆ╝ÔÇŹÔÖÇ´ŞĆ. Jede noch so kleine Gasse war beflaggt und alles bunt geschm├╝ckt…das neue Jahr ist das Jahr des Schweins.

Saigon hat auch eine Khaosan Street…die Walking Street…und die unterscheidet sich auch kaum vom „gro├čen Vorbild“ in Bangkok.

Eine Kneipe an der anderen und aus jeder br├╝llt dir eine andere Musik entgegen. Leuchtreklame ohne Ende, da war es eines Abends sehr angenehm, als Stromausfall war­čśÄ. Futtern waren wir sehr oft indisch, in einer kleinen Gasse in der N├Ąhe der Walking Street. Das war ca 1,3Km von unserem Hostel entfernt und wir legten die Strecke nat├╝rlich zu Fu├č zur├╝ck. Abends war es zwar noch schwitzig warm, aber die Sonne ballerte einem nicht mehr auf die R├╝be. Schwieriger war dann schon der R├╝ckweg…im Suppenkoma durch die Kante­čśü aber ab Pullman,ein Hotel, war es dann nicht mehr weit…man beachte den Mond ­čîÖna…gefunden?

Wer hier mehr als einen Mond sieht sollte mit dem Saufen aufh├Âren­čĄô

Unsere Zeit in Vietnam neigte sich dem Ende und es hie├č wieder packen. Wir hatten einen Nachtflug nach Osaka gebucht. Um 01:20 Uhr sollte es Richtung Japan gehen. Dort erwartet uns kaltes Wetter, nachts um den Gefrierpunkt…kalt, wie f├╝hlt sich das wohl an…muss das toll, sein nicht mehr permanent zu schwitzen­čśů. Anki hatte sich in Dalat, zu ihrer mitgebrachten w├Ąrmeren Kleidung, noch eine dickere Jacke und Socken zugelegt, Bettina hat genug langes Zeugs bei. Wir sind gespannt, ob alles Warme reicht oder wir mit Eisbeenen heimkehren. Der Abschied vom Hostel dauerte etwas l├Ąnger, wir mussten ja noch mal die kleine P├╝ppi begutachten.

Zum Flughafen fuhren wir wieder mit dem Bus, wir kannten uns ja jetzt aus. Am Check-in waren wir, wie sooo oft, nat├╝rlich die Ersten. Die Wartezeit wurde uns vers├╝├čt mit den Gegebenheiten am Nebenschalter f├╝r einen Flug nach Taipeh. Eine taiwanesische Familie, 3 Weibsen, wir nahmen an…Oma, Tochter und Enkeltochter… und ein sehbehinderter Opi, checkten ein: alleine schon der putzige Kleidungsstil…Oma trug zum Tigerkleid gr├╝ne New Balance Turnschuhe und hatte das Sagen. Alle 4 gingen Anki ca bis zur H├╝fte und schauten mit der Nasenspitze gerade so ├╝ber das Schaltertischjen. Das eigentlich Am├╝sante war dann das Gep├Ąck…Familie Klimbim hatte megaviele Koffer, Taschen und T├╝ten…das konnte nicht gut gehen. Und richtig, es musste umgepackt werden. Jolante Klimbim dirigierte die ganze Aktion, Gabi Klimbim und ihre Mutter packten und Opa Benedikt von Klimbim stand teilnahmslos daneben. Es wurde gepackt, gewogen, wieder gepackt, Gep├Ąck nachgeordert…bis es passte. Die Passagiere hinter Familie Klimbim rollten schon mit den Augen. Irgendwann hatten sie es, es war 22:30 Uhr und unser Schalter ├Âffnete und Familie Klimbim trottete zum Zoll. Wir gerieten an ein kleines Check-in Zicklein… ├Ąu├čerten wie immer unseren Wunsch nach 2 Pl├Ątzen am Gang…aisle seat…Zicklein hatte wohl Stroh in den Ohren und verstand Exit…und zack hatten wir Pl├Ątze nebeneinander­čÖä. Sie lie├č auch nicht mit sich reden, meinte nur, was wir wollen, es w├Ąren big seats. Na jut du, auf zum Zoll. Dort trafen wir wieder Familie Klimbim…die wieder f├╝r Aufregung sorgte. Benedikt von Klimbim hatten sie in einen Rollstuhl verfrachtet und ein eigens f├╝r sie ge├Âffneter Ausreiseschalter fertigte die Familie ab. Mal schauen, Taiwan steht ja auch noch auf unserem Plan…nicht das wir sie wiedersehen­čÖâ

Unser Flug hatte fast 2 Stunden Versp├Ątung, mittlerweile war es halb 3 morgens…Anki schlief im Sitzen mit dem Kopf auf dem Handgep├Ąck…da bl├Âkte in meinem Traum eine Stimme: OSAKA BOARDING…Moment, Osaka, das war kein Traum…nu aber Ojen uf und anjestellt. Und herzlichen Dank an unser Check-in Zicklein…die Pl├Ątze waren Bombe…am Notausgang mit Beinfreiheit bis 3 Meter und nur 2 Pl├Ątze…­čśÄ.

Japan wir kommen.­čśÄÔťł´ŞĆ

Ein Kommentar zu „Saigon…Nine Million ­čŤÁ­čŤÁ­čÜ▓

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