Japan, da sind wir…Osaka

Hitze, Lärm und Dreck in Bangkok waren schuld, dass wir beschlossen, Japan zu besuchen. Das Land versprach angenehme Temperaturen, nachts um den Gefrierpunkt und tagsüber um die 8 Grad. Diverse Reiseblogs flössten uns ein wenig Respekt ein…angeblich sei die Einreise kompliziert. Wir lasen von richtigen Befragungen und von Geldautomaten, die keine europäischen Geldkarten nehmen. Der Nahverkehr soll super ausgebaut sein, jedoch schwer zu durchschauen. Und in Japan kommt man wohl nicht mit Englisch, sondern eher mit Händen und Füßen weiter.

Ihr seht, das nächste Abenteuer erwartete uns.

Eine Freundin mit japanischen Konnektion empfahl uns Osaka und Kyoto. Also flugs den Flug gebucht…flugs, das war die Odyssee am Flughafen Phuket…nur zur Erinnerung. Am 11.02. war es soweit, am Vormittag bei Nieselregen landeten wir in Osaka. Der Kansai Airport liegt 5km außerhalb von Osaka auf einer künstlichen Insel im Meer.

Mit uns wollten wieder sehr viele Leute einreisen. Aber im Gegensatz zu unseren bisherigen Erfahrungen verlief hier alles sehr ruhig und geordnet. Das größte Problem bei der Einreise sollte das Ausfüllen der Immigrationsformulare werden. Die englische Übersetzung war so klein, dass eine Lesebrille von Vorteil gewesen wäre. Neben den riesigen japanischen Zeichen war die englische Übersetzung nur was für 🦅 Augen. Da wir uns gut mit unseren Holzaugen ergänzen, Anki sieht scharf in die Ferne und Bettina kann in der Nähe alles entziffern, haben wir es doch hinbekommen, die Zettelchen auszufüllen. Es ging ohne Probleme durch die Passkontrolle, keinerlei Befragung und zu guter Letzt nahm der Kohleautomat auch noch unsere Karte, und spuckte tatsächlich Yens aus. Wir zogen 2 Scheine 💴 aus dem Schlitz und guckten verdaddert…hä…wo war der Rest? Es gab keinen Rest, hier gab es große Scheine und Basta👀

Nun, das nächste Problem angehen…mit den Öffis in die Unterkunft.

Jenau…das ist der zauberhafte Fahrkartenautomat…wir wussten die Station Hanazonocho, dort wollten wir aussteigen. Laut Googlemaps sollte die Fahrt 920 Yen kosten, da waren wir aber erst in Namba, einem großen Umsteigebahnhof.

Wenn man Station und Route weiss, blickt man eigentlich relativ fix durch die Linienführung. Die Fahrkartenautomaten haben auch einen Englishbutton…dann sucht man sich auf dem Streckennetz über dem Automaten seine Station und drückt einfach nur den angegebenen Preis…und wenn man alles richtig gemacht hat, erhält man das Ticket.

Das Ticket jagt man noch durch eine Art Schranke und deiner Zugfahrt steht nix mehr im Wege….außer🤔welche Seite des Bahnsteiges ist die Richtige?? Wer jetzt denkt…was n da so schwierig dran…in Japan herrscht Linksverkehr. Aber alles gefunden. Am Umsteigebahnhof Namba haben wir uns erst mal gestärkt, es war Mittagszeit und uns knurrte der Magen.

Den Rest des Weges haben wir auch auf Anhieb bewältigt und bezogen unser Heim für die nächsten 7 Tage.

Die tolle kleine Wohnung hatte ein Bad, eine Küchenzeile mit Waschmaschine und 2 große Betten. Perfekt…geheizt wird mit der Klimaanlage und das Beste…

das beheizte Hightechklo😎…einfach nur Kacken war gestern😁hups…das hab ich doch jetzt nicht wirklich geschrieben 🤭

Wir merkten sehr schnell, so ganz billig ist Japan nicht und ein Tausender nach dem anderen verließ unsere Geldbörse. Die erste Mahlzeit am Tag war immer ein Lunchmenü und natürlich hatten wir auch in Osaka ein Lieblingslokal. Es gab jeden Tag ein anderes Angebot gepaart mit Suppe, Grünzeugs und zum Nachtisch Eis und ein Getränk.

Gekostet hat das immer zwischen 8 und 10 €.

Der Nachtisch und zum Nachlesen noch mal die Karte…😋

Es war frisch in Osaka…um nicht zu sagen, kalt. Selbstgewolltes Elend und im Zwiebellook war es tatsächlich auszuhalten. Am zweiten Abend, wir hatten vorher das Umeda Skybuilding…für sage und schreibe 1500 Yen Eintritt, das ist so teuer wie ein gehobenes Abendessen😆…besichtigt, fielen wir vom Bahnhof direkt in einen Baumarkt voller kuscheliger Unterwäsche, Mützen und Handschuhe für einen schmalen Taler. In dieser Reihenfolge haben wir anprobiert und gekooft. Damit sollten wir jetzt aber den frischen Temperaturen den Kampf angesagt haben.

Das Umeda Sky Building, tolle Aussicht von der Plattform

Im Hintergrund sieht man eine Shopping Mall mit einem roten Riesenrad auf dem Dach.

Auch in Osaka verfolgt uns unsere Heimatstadt…hier wieder ein Blick von der Freundschaftsinsel auf das Mercure😎…und gleich nebenan steht die Burg Osaka.

Osaka Castle
Osaka Castle

Ein Ausflug führte uns zum Sumiyoshi Taisha…einem Shinto Schrein, der als Hauptschrein der über 2000 Sumiyoshi Schreine in ganz Japan gilt. Dort hin fuhren wir mit der Historischen Straßenbahn, die uns ein wenig an die Brockenbahn erinnerte.

Der Reinigungsbrunnen im Sumiyoshi Taisha
Winkekatzen…ein beliebter japanischer Glücksbringer

Nankun-sha ist einer von 8 Unterschreinen, die sich auf diesem Gelände befinden. Ohne auf die lange Geschichte eingehen zu wollen, hier das Wichtigste. Am 1. Tag im Monat erhalten die Betenden eine das Glück einladende 🐈. Aus diesem Grund sind diese Glücksbringer in diesem Schrein in den verschiedensten Ausführungen zu sehen.

Das Straßengeflecht in Osaka ist putzig…große Straßen, von denen unzählige kleine Straßen abgehen. Aber alles ziemlich parallel zueinander. Die Straßenkarte sieht aus wie kariertes Papier.

Das ist zwar die von Kyoto, aber Osaka sieht genauso aus

Alles scheint geordnet, grün an der Ampel heisst auch grün. Jede noch so kleine Baustelle ist bis ins Detail abgesperrt und mindestens 1 Baustellenaufpasser mit einer Art Laserschwert dirigiert Autos und Fußgänger an der Gefahrenzone vorbei. Wir haben festgestellt, dass es hier ziemlich schwierig ist, sich ernsthaft zu verletzen.

Strassenabsperrung

Es ist hier auch alles so leise, gesittet, sauber und ordentlich, alles ist so klein, niedlich und tippelig…das völlige Gegenteil zu Vietnam oder Thailand. Und wer sagt, die Deutschen sind pingelig…der war noch nicht in Japan. Hier glänzen selbst die Müll- und Betonmischerautos, dass man sich drin spiegelt. Alles ist idiotensicher aufgemalt…wie man wo zu stehen hat… z.B. am Bahnsteig wird sich ordentlich angestellt, ist der Zug voll und man passt nicht mehr rein, wird der nächste genommen und das ohne maulen und meckern. Ja das funktioniert 😎.

Die Taxis haben über den Sitzen weisse Spitzendeckchen und die Fahrer, auch die der öffentlichen Verkehrsmittel, haben Uniformen und weiße Handschuhe an.

Jetzt aber genug gewundert, weiter mit dem Sightseeing…Tempel und Schreine gab es viele, einige davon haben wir noch besichtigt. Samstags stand das wichtigste Touriziel Osakas auf dem Plan, das Dontobori Viertel am Dontobori Kanal. Die bekanntesten Fotomotive dort sind: eine Werbetafel für die Süßwarenfirma Glico, die das Bild eines Läufers zeigt, der eine Ziellinie überquert…die ursprüngliche Tafel wurde schon 1935 installiert.

Dann eine 6,5m lange Krabbe. Sie ist mechanisiert und kann Arme und Augenstiele bewegen. Sie wurde 1960 erbaut.

Das verrückte Riesenrad, eine Idee der Kaufhauskette Don Quijote, ist in eine Fassade eingebaut.

Und das erste Kaiten-Sushi-Restaurant, das 1958 eröffnet wurde. Der Besitzer des Ladens ließ sich bei einem Besuch in einer Bierfabrik inspirieren, Förderbänder und Sushi zu kombinieren.

Dann gibt es noch diese putzigen Kerle…die Billiken, Glücksbringer in Form einer Puppe, die mit nach vorn gestreckten Füßen sitzt. Streichelt man seine Füße, gehen deine Wünsche in Erfüllung. Haben wir gemacht😁

Plötzlich war schon wieder eine Woche rum, es hieß packen und nach Kyoto aufbrechen. Das war dies mal ganz easy…1,5h mit dem Zug, der ganz schön rasant durch die Gegend ballerte.

3 Kommentare zu „Japan, da sind wir…Osaka

  1. Gut, dass ihr beschreibt, wie man das mit den Öffis handhabt. Das ist ja in jedem Land anders. Sehr hilfreich. Danke😊liebe Grüße von Simone 🤗

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