Japan…Kyoto 1.Teil

Die Anreise ging fix, wir kamen ja quasi aus dem Nachbarort. 1,5h Zugfahrt und ca 1km tippeln und wir standen vor unserer neuen Bleibe für wieder 7Tage. Das Stay Inn Kyoto, so heißt die Unterkunft, ähnelte sehr dem Hostel in Osaka, war nur nicht ganz so hoch. Ein sehr netter Empfang, wir plauderten mit der jungen Frau beim Check Inn, bekamen ein Citymap und viele Tipps, was man so anschauen kann und natürlich den Schlüssel. Also keinen Schlüssel im eigentlichen Sinne, sondern 2 Schlüsselanhänger mit den jeweiligen Codes, einen für die Haustüre und einen für das Zimmer. Das Zimmer war wieder eine Miniwohnung, mit Bad, Waschmaschine, Küchenzeile, Zweibettzimmer und…beheiztes Klo, aber völlig ausreichend. Nur…in der Hütte war es arschkalt. Also erst mal die Klima auf volle Lotte heizen eingestellt. Aber auch nach einer Stunde 30 Grad war es in Fußbodennähe immer noch sehr kalt. Das war aber nur am ersten Abend so, wahrscheinlich war gerade keine Reisezeit und die Wohnung wurde länger nicht beheizt. Egal, das hatte sich ja ab dem nächsten Morgen gegeben, da war es auch an den Stinkefüßjen warm.

Am Sonntag nachmittag erkundeten wir noch die Gegend und besuchten…na was wohl, einen Tempel😎… den Nishihongan – ji, einen buddhistischen Tempel, der zum Weltkulturerbe der Stadt gehört.

Auf dem Rückweg begegneten wir einigen Läufern mit den typischen Packbeuteln eines Laufevents. Hm…kiek mal…Läufer😁. Ob n Lauf war? Marathon? Mister Google gab Antwort…es war der Marathon. Leider hatten wir den Start verpasst…

Mittlerweile gehen wir ziemlich spät pennen, was zur Folge hat, dass wir selten vor 11 Uhr die Hütte verlassen. Da die meisten Restaurants aber auch frühestens um 11 Uhr öffnen, ist das völlig in Ordnung so. Außerdem gibt um die Mittagszeit überall diese Lunchmenüs für einen bezahlbaren Preis. Also langsam wach geworden, Kaffee gekocht, Maz online gelesen, irgendwann geduscht und angepellt und los zum lunchen.

Frisch gestärkt ging es auf die andere Flussseite…ins Gion Viertel. Hier muß ich mal anmerken, dass wir in Japan pro Tag zwischen 7 Km und 15 Km zu Fuß zurücklegten, teilweise mit beachtlichen Höhenmetern.

In diesem Viertel lag auch der Tempel mit dem Stein der Wünsche, der Yasui Konpiragu Schrein. Auf den Bildern sah er aus wie ein zotteliges Rind, das wollten wir selber sehen.

Und das ist das Zotteltier…man schreibt Wünsche auf einen Zettel und klebt ihn auf den Stein. Diese Wünsche haben sowohl mit der Trennung von Unerwünschtem als auch mit der Bindung zu Erwünschtem zu tun. Anschließend krabbelt man durch das Loch…einmal hin und wieder zurück. Sah bei einigen Leuten zum piepen aus. Da wir kurz vor dem Besuch dieses Schreins schon eine Figur…auch sie versprach Glück, wenn man sie streichelt…tätschelten, wollten wir erst mal ein Glück verdauen und begnügten uns mit Zuschauen. Aber eigentlich hatten wir Bammel, in dem Loch stecken zu bleiben😜.

Bettina lichtete noch diese 4 jungen Damen ab…

…und zurück ging es durch die Einkaufsmeile, vorbei an allem, was man sich vorstellen kann. Noch schnell im Fresco…das ist der Fressnapf für Menschen… fix das Abendbrot geshoppt und nach 12Km auf m Tacho die Wohnung erreicht.

Am nächsten Morgen trat das ein, was die Wetterapp voraussagte…es pisste🙄💦. Ein guter Grund, mit dem Bus zum Bahnhof zu fahren und die Fahrkarten für den Bus am Sonntag zum Flughafen Osaka zu kaufen. Der 206er sollte es sein, jede Fahrt hier kostete 230 Yen, egal wieviele Stationen man gefahren ist. Eingestiegen ist man hinten und der Ausstieg ist immer vorn am Fahrer vorbei und dort wird auch erst bezahlt. Die Busfahrer haben eine Art Headset auf und reden die ganze Zeit über das Mikrofon. Nicht unangenehm, eher putzig und beim Ausstieg verabschieden sie sich von jedem Fahrgast.

Der Bahnhof Kyoto Station ist gewaltig.

Der Ticketschalter für die Busse hatte sich auch gut versteckt, wir fanden ihn aber trotzdem, nachdem uns eine, für Japaner völlig untypisch, sehr unfreundliche Mitarbeiterin schnippisch den Weg wies. Das Ticket mussten wir am Automaten kaufen, war aber nicht so schwierig, wie es erst aussah.

Wir entschieden uns für den Bus um 7:05 Uhr, die Fahrt sollte 2 h dauern und unser Flieger wollte um 11:35 Uhr abheben. Sollte also passen. Diese Tickets waren etwas teurer, Kreditkarte wollte das Ding nicht, also musste Bargeld in den Automaten…aber welcher der Schlitze war der Richtige…überall probiert, bis, zack, der 10.000 Yen Schein im Innern verschwand. Kurze Zeit später spuckte er die Fahrkarten und das Wechselgeld aus. Eigentlich ist der Bahnhof ein riesiges Shoppingcenter mit Bahnanschluss. Allein nur um in die 9. Etage zu gelangen, fuhr man, na lass mich lügen, 20 min Rolltreppe🤓.

Der Regen verzog sich über Nacht und am nächsten Tag besichtigten wir die Burg Nijo, knappe 4 Km von unserer Unterkunft entfernt. Auf dem Weg dahin wollten wir lunchen und fanden das Cafe Bogota, in dem nur alte Leute saßen …na das passt ja 😁. Wir bestellten uns ein Lunchset mit Ei, Toast, Salat und Getränk. Der Toast war frisch vom Bäcker und saulegga…dazu gab es einen Kartoffelsalat, wahrscheinlich auch selbst zubereitet…und auch der war saulegga, wie auch die Erdbeermarmelade. Anki schlürft ja gerne Kaffee…der kam aus dem Chemielabor…aber er schmeckte fantastisch.

Die Burg Nijo ist der ehemaliger Sitz des Shoguns in Kyoto und wurde 1601 angelegt. Im Laufe der Jahrhunderte brannten Teile der Residenz nieder und 1860 richtete ein Erdbeben große Schäden an. Immer wieder repariert und restauriert, ist die Burg die einzige aller Fürstenresidenzen der Edo Zeit, die erhalten ist und seit 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Die ersten vier Gebäudeteile sind von einem Wandelgang eingefasst, der beim Betreten quietscht. Dieser berühmte Nachtigallen – Flur wurde der Legende nach so angelegt, dass niemand sich ungehört dort bewegen konnte. Und es quietschte tatsächlich. Im Innern war das Fotografieren leider untersagt.

Wieviele Gärtner sind es?

Zauberhafte Außenanlage

Ein Vorgeschmack auf die Kirschblüte…und ja, es sind Pflaumenblüten 😋

Schwieriges Unterfangen…10 sec Timer

Fast…

Na endlich…

Aber nicht rumtrödeln, wir wollten ja noch zum Kaiserpalast. Den erreichten wir um 15:30 Uhr, um 15:20 Uhr war der letzte Einlass…jo, die Anlage war riesig und wir hatten eh gar keine Lust mehr dort rumzutappeln…dann sollte es nicht sein.

Zurück sollte es noch über den Nishiki Markt gehen, einem geschichtsträchtigen Ort, an dem man viele der berühmten Nahrungsmittel und Waren von Kyoto beziehen kann.

Einer der Eingänge zum Nishiki Markt

Auch dieser Ort war riesig und voller Menschen…an einem Stand haben wir das zweite Mal Sake probiert…es wurde nicht besser, Sake ist nicht unser Gesöff. Zu Hause angekommen, hatten wir einen neuen Rekord an Kilometern geschafft…15 an der Zahl, da qualmten die Rennsemmeln😀 und die ersten paar Tage in Kyoto sind schon Geschichte…

Und der Kyoltotower vom Beitragsfoto sieht im Dunkeln so aus…

4 Kommentare zu „Japan…Kyoto 1.Teil

  1. Da habt ihr ja wieder viel gesehen und nebenbei jede Menge Kilometer geschruppt. Weiterhin viel Spaß. LG Kerstin 😗🙋‍♀️

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