Hualien und Taitung

Nach unserer Ankunft am Bahnhof sollten wir merken, dass heute Feiertag ist und ein verlängertes Wochenende ansteht. Wahrscheinlich haben die Menschen vergessen,dass sie ja erst zum chinesischen Neujahrsfest vor knapp 4 Wochen gemeinsame Zeit verbracht haben.

Jedenfalls gab es zwar noch Fahrkarten, aber keine Sitzplätze mehr. Na ja, stehen wir eben 🤷. Sind ja nur knapp 3 Stunden. Aber es war dann doch nicht so lustig im Gang zu sitzen und an jedem Halt wieder mit den schwachen Knien hoch. Wir waren froh, als an der 2. Station Menschen ausgestiegen sind und Bettina ohne Skrupel uns diese Plätze sicherte. Sitzend ist es doch ein angenehmeres Reisen.

Auch diese Stadt empfing uns mit Regen.

Um unser Hostel zu finden, war es wichtig, die Hausnummer zu kennen..

Der Name unserer Unterkunft Xin Jing Zean Homestay, eigentlich klar oder?

Genauso glatt verläuft das Einchecken, wenn der Besitzer kein Wort englisch spricht, aber eine Liste mit Dingen, die zu erledigen sind, hat. Passport vorlegen, Passwort für WLAN, jetzt bezahlen usw.

Als die Liste abgearbeitet war, erhielten wir den Zimmerschlüssel für einen riesigen Palast.

Am 2. Tag gab es abends kein warmes Wasser. Na gut 1x kalt duschen, ist nicht so toll, aber geht noch. Aber als es am nächsten Morgen wieder kein warmes Wasser gab, galt es, den Google Übersetzer für chinesisch zu aktivieren. Ich also runter in die Lobby und ihm meinen chinesischen Text ㊗️㊙️🉑 hingehalten. Ich habe keine Ahnung, was der Übersetzer aus meinem „es gibt kein warmes Wasser gemacht“ hat. Jedenfalls schaute er mich verständnislos an. Doch mit Händen und Füßen gelang es, ihm das Problem klar zu machen und ihn dazu zu bewegen, Abhilfe zu schaffen. Nach 15 Minuten konnte ich warmes Wasser genießen.

Hualien ist einer der Ausgangspunkt für Radfahrer, die die vielen schönen Radwege rund um die Insel befahren.

In Taiwan wurden in mehreren Städten alte Bahnhöfe zu Treffpunkten für die junge kreative Szene umgestaltet.

Wir nutzten die Gelegenheit, um neue Fußkettchen bei einer jungen Frau zu kaufen. Als Belohnung durften wir dann noch Autobillard spielen.

Wir hatten einiges über die Tarokoschlucht, die ihren Namen nach den Truku-Ureinwohnern erhalten hat, gelesen und wollten uns heute selbst von deren Schönheit überzeugen.

Dies ist der Liwu-Fluss, der für die Entstehung dieses Naturphänomens verantwortlich ist

Fußgängerbrücke, die an diesem Tag leider 😉 geschlossen war

Und wir wurden nicht enttäuscht.

Durch den Nationalpark führt die Provinzstraße 8. Diese verbindet den Osten und Westen Taiwans.

Dann ist unsere Zeit in Hualien auch schon wieder vorbei. Ein letztes Mal in unserem Frühstückscafe blind ein leckeres Frühstück geordert

und dann geht es mit dem Zug weiter nach Taitung.

Auch auf den Bahnhöfen kann man sehen, dass wir uns in einem Land mit elektronischem Know how befinden.

Das ist eine Anzeige vor den Toiletten, die die freien und besetzen Toiletten anzeigt. Es war nicht heraus zu bekommen, ob die durchschnittliche Verweildauer errechnet und gespeichert wird.

Auch in Taitung war es dringend notwendig, die Hausnummer zu kennen, um das Hostel zu finden.

Wooden Man Homestay

Der Hostelbesitzer war ein sehr exakter Mann, was wir noch ein paar Mal erfahren sollten.

Ursprünglich hatten wir 5 Tage für diese Stadt vorgesehen, doch zum Glück ist uns vorher noch aufgefallen,dass es hier wirklich nicht viel zu tun gibt

Für eine Radtour war das Wetter optimal. In unserem Hostel gab es Fahrräder 🚲. Zwar für Asiaten, aber wir ließen uns nicht abschrecken. Der nette Hosteltyppi versuchte, die Sattel auf europäische Sitzhöhe zu stellen. Dann bekam Anki noch einen Vortrag, wie sie das Schloss zu benutzen und im Körbchen zu lagern hat, ohne daß es durch das Gitter verloren geht. Unsere Reise wird immer mehr zum Bildungsurlaub.

Stylische Pagode am Meer

Taitung liegt direkt am Meer, aber auch bei diesem tollen Wetter zieht es keinen Einheimischen an den Strand.

Wieder eine alte Bahnstrecke, die als Rad- und Wanderweg ausgebaut wurde

Wir kehrten ohne Abschürfungen und Prellungen zurück. Allerdings meldeten sich am nächsten Tag gewisse Stellen, die dem Sattel am nächsten waren.

Natürlich darf auch in dieser Stadt der Pagodenbesuch nicht fehlen

Die achteckige Pagode auf dem Liys Berg

Ich bin sogar die 165 Stufen bis ganz hoch gestiegen, um Anki von oben zu fotografieren…na, wo hockt sie?

Nein, das ist keine Ausstellung für Kacheln, sondern die Behältnissen, in denen die Asche der Verstorbenen aufbewahrt wird.

Am Fuss des Berges wurden wir zum wiederholten Male Zeugen davon, wie ältere Menschen mit großer Inbrunst Karaoke singen. Manchmal schön, manchmal nur mit Hingabe. Dies scheint hier eine völlig normale Beschäftigung am Vormittag zu sein. Egal, ob Publikum oder nicht.

Nach den Anstrengungen des Tages galt es abends, Futter zu ergattern. Das lief fast immer ähnlich ab. Wir laufen die Straßen entlang an den vielen Ständen, an den gebraten oder gekocht wird. Da wo viele Menschen sitzen, näheren wir uns und schauen neugierig. Sofort werden wir angelächelt und eingeladen, hier zu essen. Wir erhalten die Speisekarte in die Hand gedrückt und da war es wieder unser Problem mit den chinesischen 🈵🈸🈺 Schriftzeichen. Jedoch immer fand sich im Restaurant ein Mensch, der soweit englisch sprach, dass wir unsere Bestellung aufgeben konnten. Wir sind nicht einmal enttäuscht worden, von dem, was wir bestellt haben.

Und solange wir nicht perfekt mit Stäbchen essen können, bekommen wir dies.

Der Hostelbesitzer hatte sich im Internet sachkundig gemacht, wann genau am nächsten Tag unser Bus zum Bahnhof fahren würde. Er wollte uns die paar Meter bringen, um sicher zu sein, dass wir sie auch finden. Doch was war das, als wir ankamen, musste er feststellen, dass das Internet lügt. Unser Bus fuhr nicht 10.25 Uhr, sondern 10.38 Uhr. Egal, wie oft er den Fahrplan las, es blieb dabei. Für uns war es kein Problem, wir würden den Zug trotzdem erreichen. Er verabschiedete sich von uns, um ca. 5 Minuten später wieder da zu sein und sich nochmals zu vergewissern, dass es bei der Abfahrt 10.38 Uhr geblieben war. Er erklärte uns noch schnell, wenn wir den Bus sehen, auf die Straße springen und winken. Wenn wir einfach nur dastehen und warten, fährt der Bus ohne uns. Dann ging er wirklich und wir probten schon Mal das auf die Straße springen mit den schweren Rucksäcken auf dem Rücken. Das Training hat sich ausgezahlt und wir waren pünktlich am 🚉.

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