Chiang Mai

Wat Phra That Doi Suthep…Blick auf Chiang Mai von einer der höchstgelegenen Tempelanlage Thailands

Chiang Mai ist im bergigen Norden Thailands und eine von 2 Städten, die wir hier bestaunen wollen.

Unser schönes Zimmer kennt ihr ja schon. Nach der 1. Nacht war klar, hier bleiben wir länger. Allerdings sah das das Männlein im Computer etwas anders. Das tolle Zimmer war nicht mehr frei und überhaupt machte man uns klar, dass wir es einem guten 👻 zu verdanken haben, in diesem Zimmer zu wohnen. Das ist das Deluxe Zweibettzimmer, wir hätten aber nur ein normales Zweibettzimmer gebucht und wurden ins Deluxe upgegradet. Jo…erst upgraden und sich dann wundern, wenn man länger bleiben will😉.Ein Blick ins andere Zimmer zeigte, dass dies keine Option zur Verlängerung ist. Wir sahen uns bereits wieder auf Zimmersuche. Wahrscheinlich hatte jetzt das Männlein im Computer Mitleid mit uns und siehe da, das Zimmer war wieder frei…genau für die nächsten 4 Tage.🤭Anscheinend aber haben wir so lange genervt…wir waren nämlich nicht nur einmal an der Rezeption 😁…bis sie die Faxen dicke hatten und uns in unserem Zimmer wohnen ließen. Wir bedauerten auch die beiden downgegradeten Herren, die eine Etage tiefer, auf der Nordseite, mit einem kleinen Fenster, zur Küchenwand schauend,ohne Sonnenlicht im feuchtem Zimmer hausten. Dieses Zimmer war nämlich jenes, das keine Option zur Verlängerung war. Aber…WIR hatten ja was wir wollten:

Die Altstadt ist ziemlich quadratisch und umgeben von Überresten von Mauern und Gräben aus der Zeit, als Chiang Mai noch ein kulturelles und religiöses Zentrum war. Außerdem gibt es hier Hunderte mehr oder weniger prunkvolle buddhistische Tempel. Alleine in der Altstadt kann man an jeder Ecke einen Tempel entdecken.

Am 2. Abend konnte uns der Sohn des Hauses überzeugen, den Nachtmarkt zu besuchen. Wir haben es keine Minute bereut, obwohl sehr viele Menschen den gleichen Gedanken hatten. Es gab wirklich schöne Handwerkskunst vielfältiger Art zu sehen und zu kaufen. Seit diesem Abend liebt Bettina Sticky Reis mit Mango…Anki kannte diese Köstlichkeit schon. Obwohl es in unserem Hostel auch ein Restaurant gab, fanden wir recht fix, ein paar Gassen weiter, eine kleine Streetfoodlokalität als Familienbetrieb. Wir waren dort sehr oft und die Familie lächelte schon, wenn sie uns erblickten.

Sticky Rice with Mango in unserem Lieblingsstreetfoodladen

Das Wahrzeichen Chiang Mai’s ist der Wat Phra That Doi Suthep, ein königlicher Tempel Zweiter Klasse. Er liegt 15 km außerhalb vom Stadtzentrum auf 1200m Höhe und bei guter Sicht kann man die goldene Kuppel von der Stadt aus erblicken. Den Blick von oben auf die Stadt zeigt ja schon das erste Foto. Bettina hat auf diversen Reiseblogs gelesen, man soll mit einem roten Sammeltaxi bis Zoo fahren, dort umsteigen in das nächste rote Sammeltaxi und bis zum Tempel fahren. Das rote Sammeltaxi ist ein Pritschenauto, man sitzt als Großgewachsene bissel blöd…für den Bizeps wiederum ist es super, man muß sich ganz schön festhalten… es zieht und die Abgase strömen einem nur so in die Nase. Dafür ist die Fahrt nicht teuer.

Wir hatten uns erst im Hostel erkundigt, wie wir zum Tempel kommen. Man könne uns ein Taxi bestellen, das fährt uns überall zu den Sehenswürdigkeiten und kostet 700 Baht. 🤔Das sind fast 20€, klingt erst mal nicht viel, ist es aber. Also doch dem Plan aussem Internetz😉 folgen. Zur Hauptstrasse getappelt und Daumen hoch👍 und das erste rote Teil hielt an. Der wollte 300 Baht…nö, auch noch zu viel. Die Zweite hat uns nicht verstanden, der Dritte wollte immer noch zu viel. Der Vierte war es dann, für 30 Baht pro Näschen und wir hatten das ganze Auto für uns. Der preschte dann mit uns ca 20 min durch den dichten Verkehr Richtung Zoo. Dort war alles organisiert, man hatte keine große Auswahl, mitfahren oder bleiben lassen…ins nächste Sammeltaxi, das war schon gut besetzt und wir saßen damit ganz hinten…quasi auf dem Auspuff. Wer denkt, am offenen Ende sitzen = Frischluft…weit gefehlt. Eine Serpentine nach der Anderen, auf 1200m hoch und der Auspuff brachte Höchstleistungen. Für 40Baht pro Person ne ordentliche Packung Abgase. Diese Fahrt dauerte auch ca 20 min. Erst ist viel Tourischnickschnack…Souvenir – und Fressstände…und dann geht es 200 Stufen hoch zur Tempelanlage.

Es gibt auch einen Lift, für Rollifahrer und für Faule…wir sind die Treppe hoch😎 Oben noch Eintritt bezahlt und ab jehta…

Do not push the bells…lesen können ganz viele nicht🙆🏼‍♀️
Der Smaragd-Buddha
Es ist alles Gold was glänzt…

So sehr groß war der Tempel nicht, nach gut einer Stunde ging es die Stufen wieder runter und Retour wieder Sammeltaxi…natürlich ganz hinten. Aber bergab…und damit viel weniger Abgase.

Aber damit noch nicht genug von Tempeln. Ne, der Silberne sollte es auch noch sein. Den erreichten wir gut zu Fuß.

Hat n bisjen was vom Hexenhaus von Baba Jaga🤭. Auch hier durften wir Eintritt bezahlen, aber den Ubosot nicht betreten.

Der Ubosot…das heiligste Gebäude in einem Tempel

Also nur draußen jeknipst…war aber auch nicht schlecht:

Finde Berlin…

Beim tingeln durch die Straßen ist uns das hier noch vom Auge aufs Foto gefallen:

Die Zeitungen für Farangs😎. Farang ist der in Thailand übliche Begriff für Ausländer mit weisser Hautfarbe. An dem Kiosk gab es auch jeden Sonntag die Bild🙆

Dann war auch schon der Freitag rum, es hieß packen…am nächsten Morgen sollte es mit dem Bus weiter nach Chiang Rai gehen.

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Ein Fluss mit A : Der Abfluss

Das Waschbecken in unserem zauberhaften Zimmer ist nicht im Bad, sondern mit im Zimmer. Es hat ein bisjen gedauert, bis der Ablauf in Fleisch und Blut übergegangen ist…Klo…Seifenspender im Bad bedienen…ins Zimmer tappeln und Händewaschen. Ich bin schon gespannt, wie lange es umgekehrt dauert…wie oft wir noch mit Seife in der Hand im Zimmer stehen und uns dann an den Kopf fassen🙆🏼‍♀️… natürlich mit der Seifenhand…😁

Jedenfalls sieht das Teil ja ganz nett aus und praktisch ist es auch, wir waschen dort auch unsere Tassen ab. Ankis Bett steht dem Waschbecken am Nächsten und seit gestern war immer eine kleine Pfütze am Boden vor meinem Bett. Und nee, eingepinkelt habe ich nicht. Es hatte gestern fast den ganzen Tag geregnet…vielleicht ist es noch von den nassen Schuhen, duschen waren wir auch…vielleicht nass vom Badelatsch, den kleinen Kühlschrank nutzen wir auch…vielleicht tropft der🤔. Der weiße Badvorleger, mit dem ich den Boden trocken gewischt habe, sah schon aus wie ein alter Waschlappen. Am nächsten Morgen standen meine Schuhe wieder im Wasser, nicht viel aber komisch issit schon und der Übeltäter konnte eigentlich nur der Kühlschrank sein. Für heute hatten wir einen Fußmarsch zum Busbahnhof geplant, wir wollten Fahrkarten nach Chiang Rai shoppen, und zogen das auch durch…insgesamt ca 8km🚶🏼‍♀️🚶🏽‍♀️. Zurück im Hostel erst mal n Käffchen gekocht, Hände gewaschen…und dann hörten wir es plätschern…um mit Shakespeare zu sprechen: es war der Abfluss und nicht der Kühlschrank.

Der Abfluss ist ein mit Alu ummantelter Gummischlauch, der mehr oder weniger locker in einem Loch in der Wand hängt. Unserer hing sehr locker und aus dem Loch in der Wand plätscherte das Wasser. Der Reinigungskraft bescheid gegeben, die sagte nur…oh, not good, schob den Papierkorb drunter, wischte auf und verschwand. Minuten später klopfte es und die Reinigungskraft stand mit dem Hostelbesitzer vor der Tür. Meister Röööhrich öffnete seinen Alibiwerkzeugkoffer, so richtig Ahnung hatte er nämlich nicht 😀, und stopfte den Schlauch auch nur wieder zurück in die Wand. Wieder alleine, döselte so jede vor sich hin, bis Bettina zu mir sagte: na, was geht ab?…Genau in diesem Moment flog der Abflussschlauch mit Karacho aus der Wand und das Restwasser aussem Schlauch ergoß sich ins Zimmer. Jo…erst mal ordentlich gelacht und dann wieder in die Lobby. Jetzt kam der Sohn vom Hostelbesitzer und schaute sich das Malheur an. Uijuijui…er wollte sich kümmern und wir uns auf die Socken zum Abendessen in unseren Lieblingsstreetfoodladen machen. Gesättigt und auch ein wenig gespannt kehrten wir zurück…und fanden das hier vor:

Kann man machen, sieht halt kacke aus 😄

Frisch geduscht und gerade Shirt und Schlüppi übergeworfen, wurde unsere Tür geöffnet und im Zimmer standen Meister Röööhricht und sein Sohn…die sich tausendmal entschuldigten, die dachten nämlich, wir sind noch unterwegs. Egal, die beiden werkelten und montierten einen Schlauch aus dem Nachbarzimmer an unser Waschbecken.

Und irgendwann war unser Waschbecken sogar wieder funktionstüchtig 🤗

Malaysia

Malaysia, ca. 330.290 km² groß mit seinen ca. 32 Mio ausgesprochen freundlichen und hilfsbereiten Menschen, hat uns sehr begeistert. Das Land, welches aus 2 fast gleichgroßen Halbinseln, die vom Südchinesischen Meer getrennt werden, besteht, hat es leicht gehabt, sich in unser Herz zu schleichen.

Ob das kleine Städtchen Melakka , der Kessel voller Gegensätze Kuala Lumpur oder die Städte voller Street Art Ipoh und Penang…

jede Stadt hat uns anders verzaubert.

Begeistert waren wir auch von der Auswahl des Essens, welche die Vielfalt der hier lebenden Nationen widerspiegelt. Ob es Street food war oder oder oder, nichts was nicht wirklich lecker war.

Das Nationalgetränk Tee Tarik weckte unsere besondere Vorliebe. Tee Tarik wörtlich übersetzt, gezogener Tee, hergestellt aus einem starken Sud aus schwarzem Tee und Kondensmilch. Die Mischung wird zwischen zwei Behältnissen hin und her gegossen, wodurch eine dicke, schaumige Schicht entsteht.

Tea Tarik

Wir sind in einem Land mit einem sauberen und pünktlichen Verkehrssystem unterwegs gewesen.Immer wieder stellte sich die Frage, wieso ist es hier möglich, dass alles ruhig und geordnet zu geht und bei uns das Chaos ausbricht,wenn derR 1 in Richtung Berlin auf dem Potsdamer Hauptbahnhof einfährt.

Viele Straßen sind Einbahnstraßen. Dies hat den Vorteil, dass es insbesondere den Neuankömmlingen im Linksverkehr leichter gemacht wird, die Straße zu überqueren.Sicher war das nicht der Grund für diese Straßenführung, uns hat es aber sehr geholfen.

Viele Nationalitäten und Glaubensrichtungen leben völlig friedlich nebeneinander, vermischen sich allerdings auch nicht.

Ein gutes Beispiel für diese Toleranz fanden wir in „unserer“ Wohnung. Ihr erinnert euch, die mit dem Pool und der Schlüsselkarte, die zum Schluss nicht mehr funktionierte?Im Schlafzimmer waren an der Decke 2 grüne Pfeile mit der Bezeichnung Kiblat angebracht. Was könnte das sein? Der Notausgang? Der Standort des Feuerlöschers? Unser Übersetzer war jedenfalls keine Hilfe. Aber Google: Kiblat bezeichnet die Gebetsrichtung für die Muslime.

In Kuala Lumpur lernten wir Auswirkungen der Tetraphophie kennen.

Dies ist nicht die Angst vor Tetra Paks, sondern vor der Zahl 4. Was für uns Menschen im Westen die Zahl 13, ist hier die 4. Die Wörter in den asiatischen Sprachen für 4 und Tod ähneln einander sehr. Aus diesem Grund gibt es zum Beispiel in Hongkong Gebäude, in denen sogar alle Etagen von 40 – 49 ausgelassen werden. Seht selbst, das ist die Etagenanzeige im Fahrstuhl, eine Etage 14 gibt es nicht, nach 13 kommt 13A

Aber auch außerhalb von Asien können wir auf dieses Phänomen treffen. In einigen Teilen Italiens z.B. wird der Ziffer 4 nachgesagt, sie symbolosiere einen Sarg und könne Unglück bringen.

Und hier noch 3 Fakten unnützes Wissen über Malaysia

– die Malaysier gehören zu den 5 Topnationen, die 1 Koffer mehr auf Reisen nehmen, was sie als shoppingfreundliches Volk entlarvt

– die Portogebühren für Postkarten nach Hause sind die preiswertesten weltweit

– am 06. 01.2019 trat erstmals in der Geschichte des Landes seit seiner Unabhängig im Jahre 1957 der König, der jeweils für 5 Jahre gewählt wird, vorzeitig zurück , weil er ein russisches Model geheiratet hat.

Unser Fazit: Malaysia ist absolut empfehlenswert…wir waren nicht das letzte Mal hier😎

Tschüss Malaysia…Willkommen Thailand

Die Flüge hatten wir ja zu Weihnachten schon gebucht. Es geht in den Norden von Thailand, Chiang Mai ist die Stadt unseres Begehrens. Völlig verdrängelt hatten wir die Abflugzeit…08:50Uhr sollte der Flieger starten✈️. Unsere Villa in Ferringhi lag etwas ab vom Schuß, aber mit dem Einzug dort, haben wir sofort den Flughafentransfer geklärt. Der Besitzer persönlich wollte uns zum Flughafen kutschieren. Das war wahrscheinlich etwas teurer, aber der Bus war keine Alternative. Wir verabredeten uns zu 05:30Uhr early in the morning. Für uns hieß das…nach Wochen mal wieder den Wecker stellen😝

Wir hatten weder online eingecheckt, noch irgendwas in ausgedruckter Form…uns war unklar, ob das Gepäck durchgebucht wird, schließlich verlassen wir das Land…das Einzige, was wir sicher hatten: die Buchungsnummer als Foto.

Auf der 40minütigen Fahrt plauschten wir mit dem Villenbesitzer, kennen jetzt seine Lebensgeschichte und hatten einen Sonderpreis für die nächste Buchung in seiner Hütte in der Tasche…da wusste er aber noch nicht, dass wir umgeräumt hatten und zu faul waren, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen 🤭und der Parkettboden hatte bei der Aktion auch etwas gelitten…😏 Aber es kam bis heute nix nach🤗

Selfcheckin am Flughafen, der wider Erwarten gar nicht so klein war, Boardingpässe ausgedruckt…die Klebeteile fürs Gepäck fehlten🤔, aber auch hier nur nette Menschen und zack, klebten die Teile schon am Rucksack. Alles abgegeben, und ja, wieder 3x gefragt: das Gepäck geht durch bis Chiang Mai??📢 Jaaa

Boarding completed…und 7min VOR der Abflugzeit….ja, vor…ging es schon los. Wir sollten 1h 05 bis KL brauchen… tatsächlich waren es 50 min…die Asiaten aber auch immer mit ihren Bleifüßchen🙆…Das war aber noch nicht alles: um extra Gepäck aufzugeben, kauft man bei Air Asia ein Paket, selbst das Günstigste beinhaltet ein Essen. Wir waren also auch noch zwei der Wenigen, die in den 50min Flugzeit ein Essen hinterkloppen musten. In KL hatten wir knapp 3h Aufenthalt, die erste Stunde verdaddelt man mit Ausreisen und Handgepäckkontrollen. Die Zweite mit dösen am Abfluggate, kurzen Gedanken ans Gepäck und dann wird ja fast schon wieder geboardet. Alles pünktlich, so nennt man das, wenn man sich auf Flug- und Fahrplanzeiten verlassen kann.

Chiang Mai hat eine relativ kleine Einreisehalle und mit uns wollte gefühlt ganz China einreisen. Die Chinesen benötigen ein Visum und hatten extra Schalter auf der rechten Seite. Alle anderen bekommen ihr Visum mit dem Einreisestempel, auch an extra Schaltern auf der linken Seite…aber erst mal stehen alle zusammen an. Vor der Einreise muss noch ein Zettelchen ausgefüllt werden,das bekommt man schon im Flugzeug, auf dem auch die Adresse deines Hostels notiert werden soll. Wir hatten dort nur Guesthouse zu stehen,in Singapur hat das auch immer ausgereicht…hoch lebe die Faulheit, die Adresse war im Handy gespeichert und das Handy im Handgepäck…Fast an der Reihe waren wir mutig und versuchten die Einreise an einem Schalter für Thailänder, dort war es nämlich leer.

Die anfangs nette Zollbeamtin war sichtlich genervt von der Lautstärke in der Halle, erzeugt durch Millionen sich anblökender Chinesen😵. Bettina war als Erste an der Reihe, alles lief glatt, bis das Zettelchen ohne Adresse Stein des Anstoßes wurde. Ich musste nun doch mein Handy zücken und suchen, die Hosteladresse aufs Zettelchen geschrieben und Bettina war durch.

Bei mir ging das nicht mehr so wortlos ab, denn auch ich hatte natürlich die Adresse nicht notiert. Den einzigen Stift hatte Madame Zoll und schüttelte schon den Kopf, als sie meinen Zettel in den Händen hielt. Sie riss die Hülle vom Stift, warf mir alles hin und während ich schrieb, hörte ich sie förmlich mit den Augen rollen🙄. Einen Abschnitt des Zettels bekommt man dann in den Pass geheftet und ja nicht verlieren, der ist wichtig für die Ausreise. Madame Zoll hatte schon den Klammeraffen (das ist übrigens keine Makaken Gattung😉) in der Hand, sah mich noch mal an und entschied: eine Heftklammer ist die nicht wert und schmiss den Abschnitt lose in meinen Pass. Der Pass flog mir entgegen, gepaart mit einer Standpauke, dass ich das nächste Mal die Adresse VOR Einreise zu notieren habe. Yes Madame😁.

Und zu guter Letzt…an Belt 4 lagen auch schon unsere Rucksäcke 😎

Anki tauschte erst die restlichen Myrischen Geldscheine…127 MYR…in Thailandknete…870 Bath um. Kein schlechter Schnitt oder? Dann ein Taxi geordert, unser Hostel lag ca 6km vom Airport entfernt und mitten in der Altstadt. Die Gassen wurden immer schmaler und dann waren wir da…bekamen ein Zimmer, wie wir es uns gewünscht hatten…groß, 2 Betten, hell, Balkon und ohne Muffgeruch.

Eingerichtet…unser Zuhause für 8Tage

Nationalpark Penang

Der Nationalpark auf Penang ist einer der Kleinsten der Welt. Mit 25 km² ist er auf jeden Fall der Kleinste in Malaysia. Wir fuhren mit dem 101 Bus, der unter anderem an einem Adventurepark hielt. Wir stiegen aus, weil wir uns am Ziel wähnten, Anki war auch schon fast an der Kasse…Kasse?? Freier Eintritt? Wie passt das denn zusammen???…Gar nicht…falsche Haltestelle. Im Sprint wieder zurück zum Bus und dann erst Teluk Bahang wieder ausgestiegen, das war die Endhaltestelle und wir damit fast am Haupteingang. Aber nur fast…direkt an der Bushaltestelle fing uns eine Frau ab, die erklärte, der Weg zum Monkeybeach wäre gesperrt, es gab ein Unwetter und Geröll blockiere den Weg. Wir können bei ihr eine Bootsfahrt zum besagtem Strand kaufen. Nö, wollten wir nicht, also ab zum Haupteingang. Der Park hat, bei freiem Eintritt, von 08:00 Uhr- 17:00 Uhr geöffnet. Am Eingang muss man sich registrieren, also Pass nicht vergessen. Da wir das vorher im Internet gelesen haben, hatten wir unsere natürlich dabei und brauchten sie gar nicht. Wir hätten auch Miss Marple und Mister Stringer ins Buch schreiben können, es hätte eh niemand nach uns gesucht. Wie auch…wieder austragen brauchte man sich nicht😁. Man bekommt eine kleine Karte und los ging es. Da Anki immer Angst hat,den kleinen Hungertod zu sterben, hatten wir neben ausreichend Wasser auch Waffeln dabei.

Die Wanderkarte in groß…
und in klein to go

Man kann zwischen mehreren Routen wählen, oder aber auch alles zusammen ablaufen, da kommen dann aber locker 6-8 h zusammen.

Wir stiefelten los…

Gepflasterte Wege…das wird ja ein Kinderspiel

Schon auf den ersten paar Metern querten unseren gepflasterten Weg sich prügelnde Affen. Im großen Bogen sind wir dran vorbei…und die ersten Strände taten sich auf.

Traumsträndchen

Und wenn die Wege so bleiben, ist es kein Problem…O-Ton Bettina. Der tolle Weg führte noch über eine kleine Brücke und danach musste man zwischen rechts… Monkeybeach und links…Turtlebeach entscheiden. Da wir von Affen die Schnauze voll hatten, entschieden wir uns für das Frauen- Rechts…den Turtlebeach. Ankis Überlegung, warum man für knappe 3,5 km 1h20 benötigen sollte…erübrigte sich nach der nächsten Kurve. Erste Schritte nach links…und es sah so aus…

ade gepflasterte Wege

Und das war noch harmlos…

Da sind sie also, die Nationalparkwege…schmal, steil, verwurzelt und steinig, oft unbefestigt, aber machbar. So richtig verlaufen konnte man sich auch nicht, die Ausschilderung war super, und bei nur einem Weg…was sollte da schiefgehen. Streckenweise waren wir ganz alleine, ab und zu trafen wir auf andere Wanderer. Immer begleitet von einem ständigen Pfeiffen… dem Urwaldtinnitus…ging es gefühlt nur bergauf, vorbei an Wasserfällen oder kleinen Sitzmöglichkeiten.

Traumhaft…wenn man die Augen kurz mal vom Schweiß befreit hat und einen Rundumblick schmiß. Apropos Schweiß…wir haben selten soooo geschwitzt…Anki hat ab und zu ihr Shirt ausgewrungen, die Schweißbäche fingen am Kopf an…sammelten sich an Nasenspitze und Kinn, um dann vereint in reißenden Strömen körperabwärts zu fließen.

Der Nationalpark bietet sehr viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten. Die Pflanzenvielfalt können wir bestätigen. Sattes Grün wohin man auch schaute. Den ein oder anderen Schmetterling, mit beachtlicher Größe, haben wir entdeckt, auch Käfer und Tausendfüßler krabbelten vor unseren Füßen. Warane z.B., haben wir nicht gesehen, obwohl sie in fast jedem Reisebericht, den wir durchforsteten, erwähnt wurden.

Aber nicht das Ziel aus den Augen verlieren…weiter ging es und die Wege wurden abenteuerlicher…

Jo…da kletter erst mal hoch…

Dann mal wieder ein Hinweisschild…die Richtung stimmt noch und in ca 500 m sollten wir am Turtlebeach sein. Das ist n bissel mehr als eine Stadionrunde, also keen Problem. Im Internet haben wir auch vom Merometik Lake gelesen…ein See, mit einer Salz- und Süsswasserschicht. Wir haben diese Tour abgewählt, weil die Salzwasserschicht nur von Mai bis September vom Meer in den Süsswassersee geschwemmt wird. Wir haben Januar und damit Trockenzeit. Dass wir sowieso, auf dem Weg zum Turtlestrand, an dem Merometik Lake vorbei kommen, haben wir erst geschnallt, als wir davor standen. Man hörte schon das Meeresrauschen, es ging aber nochmals serpentinenartig steil hoch und dann sahen wir ihn…

der leere Merometik Lake

Dann noch fix über die Hängebrücke…

Und, nach 1h 15, wow…

Einsam und einfach nur schön. Jede von uns tappelte mal im Meer rum, eine blieb immer bei den Taschen…die Affen klauen einfach alles, und ohne Schuh durch den Dschungel zurück, das wär nicht lustig. Außerdem waren ja noch die Waffeln im Gepäck 😋 die wir jetzt verputzten.

Frisch gestärkt und sonnendurchflutet, mit einem Auge noch die, über dem Meer aufziehende, dunkle Wand gesehen…ignoriert…und den selben anstrengenden Weg zurück angetreten.

Nach ungefähr 500m fing es an zu regnen. Erst ein bisjen, durch das Blätterdach wurde man nicht mal nass…bis zu dem Punkt, wo man dann nass wurde. Es war auch egal, ob schweißnass oder regennass…und ich(Anki) habe die Gedanken, an Sturzfluten bergab, davongeschoben…die hätten uns nämlich in einem Ruck zurück an den Eingang…oder wer weiss wohin…gespült. Aber keine Spur von Sturzbächen. Es bildeten sich nur kleine Bäche und Pfützen mit milchiger Brühe, die uns den ganzen Rückweg begleiten sollten.

Nass bis auf die Knochen erreichten wir wieder den Eingang. Noch schnell zum Bus und fix nach Hause…so unser Plan. Die Realität: den ersten Bus ziehen lassen, weil wir falsch gestanden haben. Ein Einheimischer erklärte dann, wo wir hin müssen. Von dort fuhr aber nur der 102er…der Fahrer war total nett, nahm uns kostenlos zum Umsteigepunkt mit und nach nochmals 20min warten, fuhr dann unsere 101 Linie los. Gefroren haben wir nicht, es war ja warm. Aber die klatschnassen Hosen, wie eingepinkelt…der Arme, der sich nach uns auf den Hartschalensitz, wo sich das Wasser so richtig sammelte, gesetzt hat😆

In den Bussen muss man, um auszusteigen, klingeln, sonst saust der weiter. Wir hatten als Erinnerungspunkt das Mc Donalds Zeichen…welches aber von Ankis Platz aus nicht einsehbar war. Also klingelte sie vor jeder Haltestelle, die aussah wie unsere und erntete schon zornige Blicke des Busfahrers…bis Bettina an der Richtigen bimmelte, sie hatte Mc Doof nämlich sehen können😎

Frisch geduscht und in trockenen Kleidern können wir sagen: ein toller Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Georgetown und Meer

Wir sind auf dem Weg nach Georgetown. Unser Busfahrer ist diesmal jünger und sein Fahrstil dementsprechend. Wir erreichen die Insel Penang ca. 30 Minuten früher als geplant. Unser Weg führte uns über eine 5 km lange Brücke mit herrlichem Blick auf die Insel.

In Sung Nibong, das ist der Busbahnhof etwas außerhalb von Georgetown, angekommen und wie weiter? Unsere Wahl fiel auf den Localbus. Wo war die Haltestelle und wann kommt der nächste Bus?🤔Wir sollten den Bus 101 nehmen. Haltestelle gefunden, aber Fahrplan, was für ein Fahrplan?

Dann kam ein Bus, dessen Ziel irgendwas mit Georgetown war. Er hatte zwar eine andere Nummer, aber was soll’s? Dem Fahrer die Adresse unseres Hostels unter die Nase gehalten, der nickte kurz und ab ging die Fahrt flotten Lenkers. Sicherheitshalber saßen wir ganz vorn auf einem Platz für 2 Malaysier. Das heißt: 1 1/2 Europäer.

Unsere Rucksäcke hatten wir in die Gepäckablage, schön sauber und glatt, gewuchtet. Die Fahrt verlief zügig, von kurzen und plötzlichen Bremseinlagen unterbrochen. Bei einer Bremseinlage war das Trägheitsmoment stärker als zuvor. Ankis Rucksack kam ins Rutschen und landete auf einer kleinen malayischen Familie. Nach vielen sorry,s ging die Fahrt weiter. Anki verfolgte per Googlemaps die Busfahrt…der Plan war, aussteigen, wenn wir in die Nähe des Hostels kommen. Bestimmt noch 3x den Busfahrer mit unseren Aussteigewünschen belästigt, der ließ uns aber nicht…bis er langsamer fuhr, selber noch mal schaute und…uns rausließ…und…genau vor unserem Hostel.

Unser Zimmer befand sich in der obersten Etage…erreichbar über 2 schmale Hühnerleitern… aber welch himmlische Ruhe. Die Duschen und Toiletten waren 1 Hühnerleiter tiefer, sehr sauber und der lange Weg wär nur ein Problem bei Blasenschwäche und Flitzekacke 💩 Alles wurde ständig geputzt. Ein Hosteltyppi erinnerte stark an Edward mit den Putztuchhänden…oder wie der hieß😉 … er wienerte immer irgendetwas, einmal sogar die Blätter der Grünpflanzen 🌿

Die Stadt hatte uns noch mehr Street Art versprochen als Ipoh.

Seht selbst

Und auch hier herrliche Kolonialbauten

Wie immer der grüne Platz vor der Town Hall

Und hier wollten wir auch Silvester erleben. Den ganzen Tag keine Böller, fast vergaßen wir, dass heute der letzte Tag des Jahres ist, und kamen zu der Erkenntnis, so richtig Silvester feiern gibt es hier nicht. Nach einem Mojito in einer netten Bar, kehrten wir gegen 23.00 Uhr in unser Zimmer zurück, um dort mit unserem Bier auf das neue Jahr zu warten.

Bettina kam pünktlich 23.59 Uhr vom Duschen zurück und Punkt 00:00 Uhr knallte es und es begann…ein Feuerwerk. Hm, wieso doch Feuerwerk? Und nu? In Schlafschlüppis zum Feuerwerk im muslischen Malaysia? Keine Option. Pajero war die Lösung…und wir sahen ein zauberhaftes Feuerwerk auf der Straße vor unserem Hostel.

Das Feuerwerk war nur staatlich, privates Geknalle gab es nicht. Damit entfiel am nächsten Morgen der Blick auf den liegengeblieben Dreck der Silvesternacht, wie zu Hause üblich.

Wir hatten genug von Stadtbesichtigungen und Trubel…wir wollten ans Meer. Gedacht, gebucht. Die Unterkunft war eine Art Villa und versprach Strandnähe und einen schönen Garten. Dieser erwies sich dann zwar als ein schmales Stück Rasen, aber egal. Wir nutzen die Gelegenheit für große Wäsche, die wir im „Garten“ trockneten.

Wir machten uns auf den Weg zum Strand und beschlossen, morgen wird unser Strandtag.

Wir hatten die Rechnung aber ohne den Tropensturm Pabuk gemacht. Der bescherte uns Regen und nichts war mit Strandtag. Stattdessen saßen wir mit einem Kaffee unter dem Vordach „unserer“ Villa, surften das Internet leer und rollerten unseren Wäscheständer mal unter und mal vor das Dach, je nach Regenintensität. Während wir so das Leben genossen, kam das ältere Paar, Mitbewohner aus unserer Villa. Sie berichteten von ihrem Ausflug in den nahegelegenen Nationalpark. Sie erzählten so begeistert…damit war der Plan für den nächsten Tag geschmiedet.

Ipoh

Unsere 4. Reisestation erreichten wir nach einer 2,5 stündigen Zugfahrt. Wir waren pünktlich am Bahnhof und haben wieder einmal erlebt, wie gesittet das Einsteigen zugehen kann. Man wartet bis der Zug aufgerufen wird, dann blökt der Kontrolleur: two lane…es erinnerte uns an die Schulzeit…und hier klappt das😀, Fahrkartenkontrolle, runter zum Bahnsteig. Auch dort alles idiotensicher…seht selbst…wir hatten Waggon D

Der Zug war super sauber, aber ein Gefrierschrank auf Schienen, dass selbst Anki Angst vor Gefrierbrand hatte. Sie schafften es nicht, uns tiefzukühlen, obwohl wir uns gerade nicht vorstellen konnten, dass sich jemals wieder ein Schweißrinnsal am Rücken bildet und in Sturzbächen in die Hose läuft.

Ipoh…ein Geheimtipp und eine der größten Städte Malaysias. 69% der Bevölkerung sind Chinesen. Das merkt man schon an den Hostels, die sehr sauber sind. Wir hatten ein Doppelbettzimmer gebucht, welches 11qm groß sein sollte…wir wissen nicht, wie diese 11qm zustande kamen, da hatte eine von uns schon Schwierigkeiten, sich frei zu bewegen. Nachdem wir uns einzeln wieder aus dem Zimmer gepellt hatten, war es kein Problem, das Zimmer zu wechseln. Der etwas unheimliche Besitzer, er hatte auch eine Galerie und wollte uns immer Bilder aufschwatzen, meinte: er ist glücklich, wenn wir glücklich sind…größeres Zimmer und viel mehr Platz. Ein großes Manko hatte das zauberhafte Hostel…es bildete die Ecke zweier vielbefahrener Straßen…vor allem das Dröhnen der Motorräder und tiefergelegten Autos suchte sich den Weg durch die Ohrstöppel ins Gehör. 3Nächte…wir haben es überstanden. Da kommt einem das Alter und die beginnende Taubheit sehr entgegen😋.

Ipoh hat eine sehr gut erhaltene Kolonialarchitektur, die man per Karte…der Heritagetrail… ablaufen kann. Altstadttempel und Street Art…an jeder Ecke entdeckten wir Neues…machen Ipoh sehenswert.

Der Fluss Kinta…eine undurchsichtig Brühe, aber der Plastikmüll hielt sich in Grenzen

Ipoh ist durch den Fluss Kinta zweigeteilt, die Neustadt auf der einen Seite und die historische Altstadt auf der Anderen. Den Plan für den Heritagetrail bekamen wir in der Touri- Info, unweit eines großen Rasenfeldes, das zur Kolonialzeit als Cricket-Feld diente.

Sieht fast aus wie auf m Platz…aber nur fast…

Schon der Bahnhof…unter den Einheimischen wird er auch als das Taj Mahal von Ipoh bezeichnet…ist beeindruckend.

Taj Mahal von Ipoh
3 in 1… Stromzähler, Steckdose und Briefkasten

Sehr zu empfehlen ist das Cafe Burps & Giggles…hier waren wir ein paar mal futtern…es war legga und das Cafe interessant eingerichtet.

Die Concubine Lane…eine schmale Gasse: der Legende nach, versteckten hier reiche Chinesen ihre Zweitfrauen.

Wir haben diese Gasse nur einmal durchquert, sie war voller Asiaten und kitschigen, quietschbunten Plastikramsch, der sicher irgendwann auf unseren Meeren treibt.

Da sind wir doch lieber ein wenig zaubern gegangen…

Dieses 3D Art Museum war ein Tip im Internet. Kaum davor gestanden, waren wir auch schon drinnen. Wir bekamen eine nette Begleitung, den wir erst als etwas lästig empfunden haben. Er war dann doch sehr nützlich…er war nämlich der Fotograf.

Dann war es auch schon wieder an der Zeit, an die Weiterfahrt zu denken. Wir wollten mit dem Bus nach Penang – Georgetown. Unser unheimlicher Hostelbesitzer nannte uns einen Busbahnhof ganz in der Nähe. Hingesockt, Fahrkarten gekauft und Glück gehabt, denn der Bus war schon gut gefüllt. Am 30.12. um 10Uhr sollte es losgehen.

Was haben wir gelernt…natürlich war der Bus pünktlich. Eine Horde junger Asiaten auf Klassenfahrt fuhr mit uns…also 1000 kleine Rollköfferchen, die alle in den, diesmal sehr begrenzten, Laderaum sollten. Wir haben den Laderaum einfach geöffnet und unsere Rucksäcke verstaut…jetzt waren uns die Rollköfferchen schnuppe😎