Bangkok

Schweren Herzens hatten wir von der Schein Residence Abschied genommen und sind in Richtung Bangkok aufgebrochen.

Die Stadt erwartete uns wieder mit 🚖🚗🚚🛵

Die 1. Etappe vom Flughafen mit dem Zug war schnell geschafft. Mister Google hat uns gesagt, nehmt den Bus Nr. 22 und fahrt bis zum PTI. Der 1. 22er Bus kam und hielt nicht mal an, obwohl wir doch in Taiwan gelernt hatten, wie wir den Bus zum Anhalten bekommen.

Kein Problem, warten wir eben auf den nächsten. Sind ja nur 35 Grad 🌞🌞🌞

Der nächste kam und tatsächlich er hielt. Das heißt, tatsächlich fuhr er nur langsamer. Also schnell rein klettern, so schnell es eben mit jeweils 2 Rucksäcken ging. Kaum den letzen Fuss vom Boden hochgehoben, fuhr der Fahrer sofort los. Jetzt der Schaffnerin klar machen, wo wir hinwollen. Mister Google zeigte es ihr sogar auf thai. Leider war dies noch kein Garant dafür, dass sie es verstand. Aber sie waren zu zweit und erklärten uns dann, dies ist nicht der richtige Bus. Wir sollten den 115 er nehmen und setzten uns an der nächsten Haltestelle wieder raus. Da standen wir also wieder in der Hitze und warteten auf den 115 er.

Auch hier wieder, Bus kommt, wir winken, er fährt langsamer, wir „springen“ rein und zeigen, wo wir hinwollen. Diesmal dauert es länger, bis die Entscheidung fällt, dass wir richtig sind.

Wir sitzen erstmal und genießen den Fahrtwind, der die nassen Rücken langsam trocknet.

Auch eine Möglichkeit, zu große Schuhe zu befestigen

Irgendwann erreichen wir die Station, an der man uns zum Aussteigen aufforderte.

Hm und nun? Wo sind wir und wo ist unser Hostel?

Zum Glück gibt es immer nette Menschen, die einem helfen. Eine junge Frau mit 2 Handys ließ sich erklären, wo wir hinwollen. Dann suchte sie mit dem einen Handy die Nummer des Hostels und mit dem anderen rief sie dort an. Dann hielt sie ein Taxi an, drückte dem Fahrer ihr Handy ans 👂. Alles klar, er bringt uns dorthin. Schnell die Rucksäcke ins 🚕 und wir entspannten uns.

Nach 10 Minuten waren wir im Post Factory B & B und die Welt wieder in Ordnung.

Die Besitzerin hieß uns in ihrem mit sehr viel Geschmack und Liebe eingerichteten 🏠 willkommen.

Beim Latte Macchiato wollte sie uns dann viele Vorschläge für die Besichtigung der Stadt machen. Gefühlt hatten wir jedoch bei unseren vorherigen Besuchen in Bangkok alle wichtigen Sehenswürdigkeiten besucht. Außerdem war es Ankis letzte Woche Urlaub für eine lange Zeit. Daher wollten wir nur Pool 🏊🏊🏊und Schirmchendrinks 🍹🍹🍹.

Sie verstand uns.

Am nächsten Morgen genossen wir das leckere Frühstück, welches täglich wechselte und aus einer warmen Hauptspeise🍜🍲, Müsli, Jogurt, 🍞und Marmelade sowie frischem 🍌🍍 Obst und ☕ bestand. Unsere nette Vermieterin kam und zog wie Alice aus dem Wunderland eine Karte aus ihrer Tasche, die uns den Zugang zum Pool für die Zeit unseres Aufenthaltes sicherte. Allerdings würde sich der Pool 10 Minuten zu Fuß vom Hostel weg befinden. Ob das für uns okay wäre? Der Pool gehöre zu ihrer Wohnanlage. Wir ließen uns ganz schnell überreden.

Natürlich bekamen wir nicht etwa nur den Weg erklärt. Nein, sie führte uns dorthin und erläuterte den Gebrauch der Schlüsselkarte.

Uns fehlten nur noch🍸🍸 und 🌴🌴🌴

So verging die Zeit in Bangkok wie im Flug und die Abreise nach Singapur stand an.

Dies sollte unsere letzte gemeinsame Station sein und wir fragten uns immer wieder, wo die letzten 4 Monate geblieben sind.

In Singapur übernachteten wir im Boss- Hotel, in dem unsere Reise begonnen hatte.

Mit einer ähnlichen Aussicht hat unsere Reise am 11.12.2018 begonnen.

Auch wenn es uns schwer fiel und unsere Reise gefühlt vorgestern erst begonnen hat, trennten sich hier unsere Wege. Wir haben gemeinsam 7 Länder besucht und in 28 Stationen halt gemacht. Sind mit ✈️ 🚌 und🚆 gefahren, um gemeinsam ca. 29715 km zurück zu legen.

Wir haben ein wenig weniger 💰 auf der Bank, dafür extrem viel zu erzählen und ca. 7 cm längere Haare.

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Angkor Weltkulturerbe…kleine Tour

Angkor Wat, der wohl berühmteste Tempel der Welt, soll zu Sonnenaufgang sehr sehenswert sein. Na gut, dann schauen wir uns das auch mal an. Der Wecker klingelte um 04:30 Uhr, denn um 05:00 Uhr holte uns das Tuk Tuk ab. Es war auch nicht Schnarchi der uns abholte, der, das erzählte uns der Hotelscheffe, ist Langschläfer und fährt so früh nicht. Sein „Ersatz“ war goldig… erklärte immer ganz genau wo er parkt und meinte, wir sollten uns keine Gedanken machen, er sieht uns schon und macht sich dann bemerkbar. Im dustern also auf zum Tempel. Dank der Taschenlampenapp im Handy, kamen wir Unfallfrei bis zum Tümpel, in dem sich dann bei Sonnenaufgang der Tempel spiegeln sollte. Es wurde heller und heller, nur verdeckten Wolken die Sonne…egal, es sind trotzdem gelungene Fotos dabei.

Da Angkor Wat auch schon kurz nach Sonnenaufgang öffnete, nutzten wir die Gelegenheit, den Tempel gleich zu besichtigen. Er war schon sehr beeindruckend, hatte ein wenig was von Sanssouci, nur in megaalt.

Unser Hotelscheffe erzählte eines Abends von einer sehr steilen und hohen Steintreppe in einem der Tempel. Die Stufen waren unterschiedlich hoch und bröckelten auch schon. Es kam immer wieder zu Unfällen, weil Touristen ins straucheln kamen, oft sogar mit tödlichem Ausgang. Man hatte diese Treppe dann mit einer Holztreppe überbaut und mit einem Handlauf versehen. Wir hatten schon vergessen in welchem der Tempel sich dieses steile Ding befindet…ihr ahnt es schon…na klar, in Angkor Wat.

Die ursprüngliche Treppe…irre wa🤯

Die mit Holz-Stufen überbaute Treppe…ja, es geht schlimmer, aber wer es mit der Höhe nicht so hat, steht da schon und kiekt erst mal blöd. Der Aufstieg lohnte sich aber auf jeden Fall.

Glück vom Monk gab es auch, jetzt sollte der Abstieg aber gelingen.

Es war kurz nach 8 Uhr, uns war nach Kaffee und Frühstück, also fuhren wir zurück in unser Hotel. Auch diese Fahrt war übrigens im Preis für das Tuk Tuk inbegriffen. Wir hatten dann 1h für ein ausgiebiges Frühstück bevor es wieder auf Tempeljagd ging. Also wieder ins Tuk Tuk und zurück zur kleinen Tour de Tempel. Der für Anki geilste Tempel war Ta Prohm…mit dem Beinamen Lara Croft Tempel, einer der Drehorte zu Tomb Raider. Dieser halbverfallene Tempel beeindruckt durch seine Würgefeigen und Tetrameles Nudiflora…riesige Pflanzen…wie auf diesem Foto

Leider war der Tempel sehr beliebt und dementsprechend voller Touristen. An den teilweise sehr schmalen Gängen kam es dadurch zum Stau, man stand für ein Foto an diesen Wurzel z.B an…wir machten es wie die russischen oder chinesischen Touristen…die drängeln nämlich gerne mal vor…also Ellbogen raus und Platz verteidigt😁

Und tatsächlich noch jemanden gefunden, der ein Foto von uns gemacht hat.

Aber nicht bummeln…sondern weiter…auf nach Angkor Thom und den Gesichtertempel Bayon besichtigt. Unser Tuk Tuk Fahrer war sehr umsichtig und wollte uns immer mit gekühlten Wasser versorgen. Wir hatten aber selber eine gefühlte Tankladung dabei und haben sein Angebot freundlich angelehnt. Er war dann schon immer ein wenig traurig😕

Unser letzter Tempel, wir hatten wieder den ein oder anderen ausgelassen…aber passt🤐…muss ja keiner wissen😉, war von Bayon aus fussläufig zu erreichen. Mittlerweile war es wieder krachheiß, zwar bedeckt, aber selbst dann ist die Sonne dort nicht zu unterschätzen. Aber es sollten jetzt nur noch die Elefantenterrassen sein und dann ab nach Hause.

Tschüss Angkor Weltkulturerbe…

Auf der Rückfahrt zum Hotel ließ es sich unser Tuk Tuk Fahrer nicht nehmen, uns doch noch mit einer Kleinigkeit zu überraschen. Er hielt an einem Straßenrandstand…😁wad für n Wort… und kaufte 2Papayas. Eine ließ er für sich gleich mundgerecht schnippeln, die andere war sein Geschenk an uns. Natürlich nicht ohne einen Vortrag…wie schnippel ich die Papaya richtig😃 und teile sie gerecht durch 2. Wie schon geschrieben….er war das ganze Gegenteil von Schnarchi.

Wir waren durch, im wahrsten Sinne des Wortes…Tempelüberflutet und kaputt. Das schrie förmlich nach ner Ladung Pommes, Mangoshake und ner Abkühlung im Pool.

Anschließend können wir sagen, daß uns die kleine Tour sehr viel besser gefallen hat als die große und das lag nicht nur am Tuk Tuk Fahrer. Wer also nur einen Tag zur Verfügung hat, ist mit der kleinen Tour bestens beraten.

Angkor Weltkulturerbe… große Tour

Siem Reap…unweit der Stadt beginnt das Areal der weltberühmten Tempelanlagen. Welche Ausmaße sie haben, sollten wir in den nächsten Tagen sehen. Wir wollen euch auch nicht mit der Geschichte der Anlagen quälen, die ist nämlich ewig lang, reicht bis ins 10 Jahrhundert zurück und wer mag kann ja im Internetz nachlesen.

Für eine Besichtigungstour eignet sich am besten das Tuk Tuk. Fahrrad geht auch, nur artet das in einer ganz schön langen Tour de Angkor aus…und das alles bei 38 Grad im Schatten, nicht wirklich zu empfehlen. Einige Tempel sind wirklich groß , so daß man etliche Kilometer zu Fuß zurücklegt und auch eine nicht zu verachtene Anzahl an Höhenmeter absolviert.

Eintrittskarten erwirbt man an den Ticketschaltern, die möglichst nicht verlieren, die kontrollieren tatsächlich an jedem Tempel. Es gibt Tickets für 1 Tag: gültig am Kauftag für 37 Dollar. Für 3 Tage, das hatten wir gekauft, dafür hast du 10 Tage Zeit, du kannst dir also innerhalb dieser Zeit 3 Tage aussuchen. Das Ticket schlägt mit 62 Dollar zu Buche. Das 7 Tageticket ist sogar einen Monat ab Kaufdatum gültig und kostet 72 Dollar. Anki dachte erst…was macht man dort 3 Tage lang🤔…aber das Gebiet ist echt riesig. Auf das Ticket kommt noch ein Foto von dir, welches völlig bekloppt aussieht🤨

Schön blöd wa😃.

Die Besichtigung der Anlagen ist durchgetaktet…es gibt eine große und eine kleine Tour, wobei die große Tour viele kleine Tempel aber eine längere Wegstrecke beinhaltet…die kleine Tour hat dann auf kürzeren Wegen die großen Brocken. Laut unserem Hotelscheffe beginnt man mit der großen Tour. Also Tuk Tuk für den nächsten Tag bestellt, das kostet für den ganzen Tag 29 Dollar und das hast du dann die ganze Zeit. Du musst dir nur merken, wie dein Tuk Tuk und der Fahrer aussehen. Es warten vor den Tempeln nämlich einige bis viele. Eine ordentliche Ladung Wasser nicht vergessen, in den Tempeln kraxeln macht durstig. Kleiderordnung einhalten…Schultern bedeckt und am besten lange Hosen, denn die Knie dürfen auch nicht zu sehen sein. Um auch alles über die Geschichte der Anlagen zu erfahren, kann man einen Tourguide mieten…es gibt sogar deutschsprachige.

Die Karte als Überblick

Frühstücksgestärkt düsten wir los in Richtung Tempelanlagen. Wir hatten uns gegen einen Guide entschieden, wir wollten selber entscheiden, was wir wann und wie lange anschauen.

Unser erster Tempel war Pre Rup und es ging auch gleich viele Stufen nach oben.

Der nächste Tempel lag etwas außerhalb, wir sind ca 45min gefahren und erreichten dann Banteay Samre

Die 45min ging es natürlich auch wieder zurück und wir befanden uns wieder auf dem großen Rundkurs. Der nächste Stop war am East Mebon.

Der Fahrer unseres Tuk Tuks war auch so ein sehenswertes Exemplar…immer das gleiche Bild wenn wir ihn gefunden haben…

Manchmal ist er gar nicht wach geworden, seine Kollegen haben ihn dann angebrüllt 😃. Es war ihm gegönnt, es war affenheiß und oft verdattelten wir doch eine ganze Zeit im Tempel. Während die Fahrer draußen warteten, nutzten einige die Zeit für ein Nickerchen. Der Anblick war schon putzig. Aber wir haben ihn wach bekommen und weiter ging es nach Ta Som…

An dem Tor war ordentlich Andrang…auch wenn es nicht so aussieht, musste man hartnäckig seinen Platz verteidigen um ein Foto zu schießen.

Dann haben wir einfach den nächsten kleinen Tempel ausgelassen, aber das sagen wir niemandem🤫…es war irre heiß und wir seit Stunden unterwegs. Der letzte Tempel unserer großen Runde hatte den zauberhaften Namen Preah Khan und sah genauso verzaubert aus.

Er lag etwas abseits der Straße und man lief einige hundert Meter. Unser Tuk Tuk Fahrer erklärte, wir sollen quasi einmal durch den Tempel und am Westtor wieder zur Straße raus laufen, dort wartet er. Wahrscheinlich dachte er sich auch…großer Tempel, weite Wege und 2 fußlahme alte Schachteln…das dauert und hatte sich für sein Nickerchen sogar eine Hängematte gespannt. Da wir aber flink sind und 3m längere Beine haben als die Asiaten, rauschten wir nur so durch den Tempel. Hier und da noch ein paar Fotos für den Blog geschossen und Schnarchi hatte kaum das zweite Auge zugeklappt, da waren wir wieder da😁. Jo du, jetzt ist Pumpe mit pennen…ab nach Hause. Es war weit nach 13 Uhr , wir hatten Hunger und mußten auch den Salzverlust ausgleichen. Die Klamöttchen waren vollgeschwitzt, trockneten zwar immer im Fahrtwind, aber ne Dusche wär schon schön. Im Hotel haben wir Pommes mit viiiel Salz geordert und sind schnell ins Zimmer um zu duschen. Wie neu dann wieder runter…die Pommes warteten schon auf uns und als Gesöff gönnten wir uns ein Cambodia Lager…legga.

Krönender Abschluss eines anstrengenden Tempeltages. Für den nächsten Abend hatten wir ja Karten für den Zirkus , die Geschichte ist ja schon online…die kleine Tour wollten wir dann zwei Tage später in Angriff nehmen, dazu später mehr.

Siem Reap – Kambodscha

Angkor Wat

Wir sind aus Taipei über Kuala Lumpur nach Siem Reap geflogen. Das sollte unsere einzige Station in Kambodscha sein. Zum einen wollten wir unbedingt Angkor Wat anschauen und zum anderen hatten wir nicht mehr so viel Zeit, Ende März sind wir ja in Chiang Rai verabredet. Mit der Schein Residenz landeten wir einen Volltreffer…tolle Anlage mit Rundumbetreuung inmitten der vollen Ladung Kambodscha. Die Oase hatte einen Pool, das Zimmer war riesig und sehr sauber und das Essen war sehr lecker. Uns zugute kam, dass der Besitzer deutsch sprach und einige Tipps parat hatte, wie wir am besten die Tempelanlagen besichtigen.

Für Kambodscha benötigt man ein Visum. Es gibt 3 Varianten dieses zu erhalten. 1.: du beantragst es im Vorfeld in Deutschland, 2.: du kannst es bis ca 5 Tage vor Einreise als E-Visum übers Internet kaufen (gilt nicht an allen Grenzübergängen) oder 3.: du erhältst es als Visum on Arrival. Drittens war unsere und mit 30 US Dollar sogar die günstigste Variante. Der Nachteil ist: du benötigst ein Passfoto (oder lässt eins vor Ort für 4Dollar machen), 30 US Dollar in bar und unter Umständen stehst du länger an den Schaltern und wartest auf dein Visum. Wir sind früh am morgen gelandet und hatten Glück, dass es nicht sehr voll war. Im Flieger füllt man schon die üblichen Immigrationszettel aus und am Flughafen noch den Antrag für das Visum. Antrag, Foto und 30 Dollar übergibt man einem Beamten, der, den Anki erwischte, war sehr freundlich und stellte keine Fragen. Bettina aber hatte einen sehr genauen Beamten , der den Ausreisestempel von Kuala Lumpur im Pass sehen wollte…wir kamen ja aus KL. Den hatten wir logischerweise aber nicht, weil wir in KL nur im Transitbereich des Flughafens waren. Eines der vielen Dinge, die wir gelernt haben…schmeiß keine Bordkarten weg, bevor du nicht durch alle Paßkontrollen am Zielort bist. So konnte Bettina nachweisen, dass wir aus Taipeh mit Stop in KL eingereist sind. Dann dauerte es nur noch einige Minuten und unsere Namen wurden aufgenuschelt😀… im Ernst, man stand ca 5 m vor den Schaltern, hinter denen 7-9 Beamte nebeneinander saßen. Der letzte Beamte war derjenige, der die Pässe wieder an die Einreisewilligen austeilte. Der Pass wurde in die Höhe gehalten und der dazu gehörige Name geflüstert. Den Beamten geht es mit dem Aussprechen unserer Namen genauso wie uns mit asiatischen Namen…ist nicht so einfach. Man orientierte sich also eher am Passfoto, was für ältere Augen bissel schwierig war🤓. Wir haben es aber hinbekommen.

Jetzt noch zur Passkontrolle, dann Gepäck holen und am Ausgang wartet hoffentlich schon das Tuk Tuk vom Hotel. Und tatsächlich…es war alles da…das Gepäck und das Tuk Tuk vom Hotel.

Wir zogen ein, gingen alles ruhig an, erfuhren einiges über Land und Leute und schmiedeten Pläne, um Angkor Wat zu erkunden. Siem Reap selber ist überschaubar, wir wohnten etwas außerhalb und sind immer mit dem Tuk Tuk ins Zentrum gefahren. Dort steppte der Bär. Märkte, große und kleine Restaurants und Geschäfte wechselten sich ab. Der Stadtkern war sehr schön gestaltet.

Die Hauptstraßen waren auch noch relativ gut zu befahren, aber die unbefestigten Nebenstraßen, dazu gehörte die Straße zu unserem Hotel, waren schon krass.

Kambodscha hatte was mystisches. Kein Wunder, schon wenn man nur ein wenig in die Geschichte des Landes eintaucht, erzeugt es Gänsehaut. Ein bis heute traumatisiertes Volk, das unter der Diktatur eines Pol Pots und der Roten Khmer Mitte der 70er Jahre gelitten hat, das gequält und fast ausgerottet wurde. Eine ganz wunderbare Idee, dieses Trauma zu verarbeiten, hatten 8 Jugendliche, die nach dem Sturz der Roten Khmer, aus einem Flüchtlingslager nach Hause kamen. Im Lager nahmen sie Zeichenunterricht und merkten, das Kunst ein Werkzeug für die seelische Heilung ist. Sie begannen mit kostenlosen Zeichenkursen für Straßenkinder. Bald eröffneten sie eine Schule, die Phare Ponleu Selpak in Battambang, und boten professionelle künstlerische Ausbildungen in vielen Bereichen an. Heute besuchen täglich mehr als 1200 Schüler die öffentliche Schule und 500 die berufsbildenden künstlerischen Ausbildungsprogramme, die alle kostenlos angeboten werden. Vom Ergebnis konnten wir uns mit dem Besuch des Phare Cambodian Circus mehr als überzeugen. Die Schule ist nach wie vor in Battambang, einer der ärmsten Städte in Kambodscha. Der Zirkus findet seit 2013 allabendlich in Siem Reap statt, weil dort viel mehr potenzielles Publikum unterwegs ist. Mit dem Erwerb einer Eintrittskarte unterstützt man also die Finanzierung der Kurse und die allgemeine Schulausbildung für die Kinder, die diese Schule besuchen.

Bettina hatte im Internet über diesen Zirkus in Siem Reap gelesen, so dass ein Besuch dort fest eingeplant war.

Die Karten orderten wir über unser Hotel und Samstag Abend ging es dann endlich in den Zirkus. Der war nicht sehr groß und ähnelte vom Aufbau einem Zirkus in Deutschland. Wir nahmen an, im Innern ist es heiß und stickig, denn wir hatten am Tage Temperaturen von 38 Grad. Dem war aber nicht so. Große Lüfter und Klimaanlagen machten es doch recht angenehm. Sollten dann noch Schweißattacken ausbrechen half ein Fächer, den es am Eingang gab.

Die aufgeführte Show hieß ‚Weißes Gold‘ und es ging um den Reis als Lebensgrundlage in Kambodscha. Mit Artistik, Malerei, Pantomime, Musik und Tanz verging die Vorstellung wie im Fluge. Allein schon die kleine Band zauberte hörenswerte Klänge, die zum Teil mit Plastetonnen und Gießkannen erzeugt wurden.

Die Bildqualität ist nicht so berauschend, weil Blitzlicht nicht erlaubt war. Trotzdem sieht man, mit welchem Eifer die Akteure dabei sind. Ankis Lieblingsartist…der mit dem blauen Hemd…verpatzte z.B. eine Figur und fiel vom Balancebrett…beim 2.Versuch hat es geklappt, die Zuschauer tobten und der Kleene strahlte übers ganze Gesicht.

Das Tuk Tuk fahren, das war hier ein Moped mit Anhänger, war nichts für Leute, die unter Hämorrhoiden leiden. so manche „Unebenheit“ riß uns förmlich von den Sitzen.

Abends futterten wir im Hotel, denn die Küche war sehr gut. Die Menükarte war umfangreich und trotzdem kristallisierte sich ein Lieblingsgericht heraus…Yellow Noodles with Vegetable and Chicken. Als wir das am 5. Abend wieder bestellten und der Chef es servierte, fragte Anki ihn…sag mal, gibt’s hier eigentlich auch was anderes zu essen? 🤭 Er schmunzelte und die kleinen Schlagabtausche endeten erst mit unserer Abreise. Auch Bettina sorgte mit ihrem Lieblingsgemüse, der Zwiebel, immer wieder für einen Lacher…no Onion ist schon ein geflügeltes Wort.

Für Angkor Wat und die Tempelanlagen braucht man Zeit. Die Anlagen haben gewaltige Ausmaße mit vielen kleinen und größeren Tempel. Dazu kommt ein eigener Bericht.

Unsere Weiterreise nach Chiang Rai, das ist das Geburtstagstreffen bei Pat, stand unter keinem guten Stern. Aus Chiang Mai wussten wir schon vom Smog mit gesundheitsgefährdenden Ausmaßen und lasen jetzt im Internet, daß auch Chiang Rai betroffen ist. Beide Städte liegen im Norden Thailands im Gebirge. Jedes Jahr im März kommt es dort in den Wäldern zu Brandrodungen. Wenn dann noch eine ungünstige Wetterlage mit Hitze vorherrscht, zieht Rauch und Asche in die tieferliegenden Städte. Wir fragten Pat per WhatsApp…What about Smog? Sie selber war in Bangkok, telefonierte aber mit Freunden in Chiang Rai und schickte uns per WhatsApp eine nicht so schöne Nachricht. Der Smog wäre doll, sie würde uns abraten zu kommen, es sind auch Sommerstürme im Anmarsch, wir sollen keine Rücksicht auf ihren Geburtstag nehmen, die Gesundheit ihrer Freunde geht vor. Kacke…der Smogwert lag Tatsache bei über 300 was auch immer ( in Deutschland wird wohl ab 50 Smogalarm gegeben) es werden Atemmasken verteilt, raus soll man nicht und Klimaanlagen sollen ausbleiben…bei fast 40 Grad. Flüge fallen wegen der schlechten Sicht aus.

Lila ist schon abartig hoch…man beachte die Temperaturen

Unser Flug nach Chiang Rai ließ sich nicht umbuchen, wir mußten neu buchen🙄 und entschieden uns für die stressärmste Variante…dann eben noch mal ein paar Tage in Bangkok, von wo aus wir schon einen Flug nach Singapur hatten. Vielleicht findet sich ein ruhiges Fleckchen…🤭in Bangkok…mit Pool und Schirmchendrink🌴🍹…wie das ausgeht…später mehr😎.

Taiwan, ein Resümee

Wir lasen viele gute Sachen über dieses Land, welches mit 394 km Länge und 144 km Breite so groß wie Baden-Württemberg ist, dass wir die Entscheidung trafen, hierher zu fahren.

Unsere Erlebnisse kennt ihr schon.

Jedoch gibt es Kleinigkeiten, die es bisher noch nicht in einen Bericht geschafft haben, die wir euch aber nicht vorenthalten möchten.

Der Name Taiwan bedeutet = Terrassenland, weil die Landmassen nach Osten hin stufenförmig ansteigen.

Es gibt große Unterschiede zur europäischen Ampelschaltung. In Taipeh z.B war sie so geschaltet, dass es möglich war, die Straße diagonal zu queren, weil alle Fußgänger gleichzeitig grün bekamen. An anderen Stellen waren die Ampelphasen bis zu 90 Sekunden lang. Da muss man früh eine Menge Zeit einplanen auf dem Weg zur Arbeit.

In Taiwan ist es möglich, das ganze Land mit dem Zug immer an der Küste entlang auf 2635 km zu bereisen. Bei einer Reise im Uhrzeigersinn sollte man möglichst auf der linken Seite sitzen. Damit hast du eine tolle Aussicht und einen Blick auf die Assam Tee Plantagen sowie die vielen Reisfelder.

Für Strecken ins Landesinnere bieten sich Busse an und die fahren auch für 2 Leute.

Es ist gut, sich im Internet zu informieren, aber es dann doch anders zu machen.

Zum Glück haben wir dies am ☀️🌒 See so gemacht.

Irgendwie schwärmten alle von dem kleinen Örtchen Ita Thao. Allerdings ließen sich die Unterkünfte ihre exklusive Lage gut bezahlen. So entschieden wir uns für Yuchi, auf der anderen Seite des Sees. Dies stellte sich für uns als die bessere Lösung heraus. Gegen 17.00 Uhr waren alle Tagesgäste von den Reiseführern aus den Souvenirläden eingesammelt und in die Busse gescheucht. Nachdem der letzte Bus den Ort verlassen hatte, lag dieser bis zum nächsten Morgen und dem Einzug der Buskolonnen friedlich schlafend da. Jetzt gehörten die Souvenirläden uns.

Der Wettergott meinte es mit uns ja nicht ganz so gut. Aber dies war hier kein Problem. In Taiwan stehen vor jedem Geschäft und jeder Unterkunft Behältnissen mit Schirmen. Da stellt man seinen gepunkteten Schirm rein, während man einkauft. Dann kommt man wieder raus und dieser ist nicht mehr da, aber dafür z. B. ein gestreifter. Den nimmt man sich dann. Was für eine super Sache. Das bedeutet jedoch, wenn man Wert auf seinen eigenen Schirm legt, ihn in der Hand behalten sollte, sonst ist er weg.

Die Amtssprache ist mandarin. Taiwanesisch gibt es auch, wird aber immer seltener gesprochen.

Den Unterschied zwischen mandarin und taiwanesisch konnten wir nicht feststellen, wenn wir wieder einmal das Glück? hatten, zu einer Karaokevorführung dazu zu kommen.

Dies sind keine Telefonzellen, sondern Kabinen, in denen man allein oder zu zweit einen Karaoke Nachmittag verbringen kann. Als ich dies fotografierte, fragte mich eine junge Frau, ob ich Karaoke liebe. Mein entsetztes Nein hat sie zum Lächeln gebracht.

Taiwan hat die höchste Dichte an Convenient Stores, in denen man alles für den täglichen Bedarf kaufen kann. Oft finden sich Family Markt und 7/11 gegenüber.

Wir hatten die Qualität des Cafe Latte hot large or big für uns entdeckt und ein kleines Vermögen dafür bei 7/11 gelassen.

Was war der Dank?

Wir bekamen kleine Mochi Sticker. Und für 72 Sticker gab es einen von 6 verschiedenen Mochis. Wir hatten uns schon genau überlegt, welchen wir haben wollten und welchen auf keinen Fall.

Dann war der große Tag da und wir hielten den Karton mit dem geheimnisvollen Moschi in der ✋.

Unser Favorit war der Schwarze. Auf keinen Fall wollten wir den gelblichen in der 2. Reihe.

Wie groß war unsere Freude, als es schwarz aus dem Karton schimmerte und wie groß unsere Enttäuschung, als wir feststellten, dies ist nur die Verpackung und das ist unser Hauptgewinn 😭

Nachdem wir unsere Enttäuschung überwunden hatten, machten wir die Freunde miteinander bekannt und die feierten das Treffen.

Ganz ist es dem Land nicht gelungen, uns in seinen Bann zu ziehen. Wir haben lange überlegt, woran das liegen kann. An den sehr freundlichen und hilfsbereiten Menschen ganz bestimmt nicht.

Wahrscheinlichkeit hat es zu oft geregnet und wir waren noch voller Liebe zu Japan.

Daher unser Rat die Reiseroute so zu wählen, dass Japan auf Taiwan folgt.

Sonne-Mond-See

Aus Tainan kommend, mal nicht im Regen, erreichten wir nach knappen 2h Taichung. Wieder eine riesige Stadt mit einem riesigen Bahnhof. Es war Donnerstag und wir wollten am Sonntag mit dem Zug weiter nach Taipei, um am Montag dann Taiwan zu verlassen. Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag seien hier der Fairness halber auch erwähnt 😁…also die Wochentage kriegen wir noch zusammen, auch wenn wir manchmal nicht wissen, welcher gerade ist. Aber jut, noch waren wir nicht am Ziel, das da Yuchi heißt. Dorthin fuhr ein Shuttlebus und genau gegenüber des Bahnhofs war ein Busterminal. Aber nicht für unseren Shuttlebus🙄…die Station ist noch n Stücke weg. Also losgesockt und ins erste Teil, was wie Busstation aussah, rein. Drei Worte genügten…Sun-Moon-Lake?…und die Dame zückte ein laminiertes Papier:

Da wird wohl jeder fragen 😂…die Sonne Mond See Station ist also noch ein Stück weiter. Wir haben sie, dem Hinweis sei Dank, gefunden, konnten sogar schon die Fahrkarte für Return am Sonntag kaufen und 10 min später fuhr der Bus auch schon los. Ausser uns fuhren genau noch 2 Leute mit. Am nächsten Stopp stiegen aber noch einige dazu. Es ging 1h50min durch bezaubernde Landstriche hoch ins Gebirge. Dann sahen wir ihn…den Sun-Moon-Lake…

N bissel diesig, aber es war warm und regnete nicht. Unser Zimmer war ein Tanzsaal und die kleine Herbergsomi, a’la Frau Pfeffertopf, war putzig, man konnte sie kaum anschauen, ihre Dritten waren viel zu groß und wir mutmaßten: entweder Ober und Unterkiefer verwechselt oder die vom Opi🤭. Mit den zu großen Zähnen, wir hatten immer Angst, die stösst sie gleich mit der Zunge raus, brabbelte sie immer in einen Translater, der uns dann auf Deutsch mehr oder weniger verständliche Sachen übersetzte. So hatte sie z.B geschnittenes Obst, sah aus wie Apfel und wir durften kosten. War aber kein Apfel und auf unsere Frage über den Translater…was ist das für eine Frucht?…brabbelte Fr. Pfeffertopf was rein und raus kam …Toilett🤔 da mußte Omi aber auch lachen, hat sie wohl genuschelt😀. Aber sonst hat alles funktioniert.

Der ☀️ 🌒 See ist das größte Binnengewässer in Taiwan und liegt auf 760m Höhe im Zentralgebirge. Er hat seinen Namen, weil die Uferformen im Osten der Sonne und im Westen des Mondes ähneln…man benötigt aber schon einige Fantasie, um das zu erkennen. Einmal um den See sind es 33 Km. Man kann ihn per Rad, Bus, Boot oder zu Fuß erkunden. Rundherum auf den Berggipfeln sind einige Tempelanlagen zu besichtigen, Gott sei Dank🤓. Es gibt einen tollen Weg immer am Ufer lang, oft muss man aber auch die Straße nutzen, die ebenfalls drumrum führt.

Es ist sehr hügelig, aber für die kleinen Faultierchen gibt es jede Menge E- Bikes zum ausleihen.

Wir wohnten in Yuchi und der Ort hatte den Charme eines Ostseebades in Deutschland. Der See mit seinen Fähren und Booten hatte auch was vom Gardasee und Bettinas Worte bei Ankunft: also Boot fahren werde ich nicht…na müssen wir ja auch nicht, erwiderte ich. Das Wasser funkelte an vielen Stellen so richtig türkisblau.

So ein bisjen stand das Wetter in Taiwan mit uns auf Kriegsfuß…es war zwar nicht kalt, aber fast immer bewölkt und oft regnerisch.

Wir wollten natürlich den See mit Rädern umrunden und schauten jeden Tag mit Argusaugen in die Wetterapp…die versprach am Abend immer Sonne für den nächsten Tag, was morgens aber nicht mehr der Fall war😤. Also verschoben wir die Radeltour auf den vermeintlich besten Wettertag und tingelten in Richtung Frühstück, was es mitten im Ort gab. Das Frühstück war Teil des Zimmerpreises und Fr. Pfeffertopf zeigte uns am ersten Abend die Lokalität. Dazu brabbelte sie wieder in ihren Translater…die Dritten wackelten bedrohlich…und der Translater sagte uns dann…ich bringe sie jetzt zum Frühstück…hä, jetzt?? Aber da rannte sie schon los…und wenn wir schreiben rannte, dann meinen wir das auch so…wir hatten echt Mühe, Schritt zu halten 😃. Das Lokal war wirklich als solches nicht zu erkennen und Fr. Pfeffertopf war am nächsten Morgen nicht da, deshalb gab es die Einweisung halt am Abend…ok, alles klar.

Das Frühstück war eher was für den hohlen Zahn🤭, frisch zubereitet und lecker, aber sehr wenig. Naja, wir schauten dann doch zum Bootsfahrkartenverkauf…nur mal so, was das kostet. Und zack hatten wir eine Tageskarte gelöst und 10 min später saßen wir auf dem Wasser…so viel zu…Also Boot fahren werde ich nicht😃.

Das Ticket galt den ganzen Tag und man hatte 3 Ausstiegsmöglichkeiten. Die Erste war…na was wohl…ein Tempel. Der Xuanguang Tempel. Heißbegehrtes Fotomotiv bei chinesischen Touris…die Inschrift Sonne Mond See. Die haben dort echt angestanden.

Hinter der Anlage begann ein Trail zum nächsten Tempel…Länge 850 m, ach komm, das latschen wir ab. Und die Aussicht dort oben…bei Wolken schon Klasse…

Ein Wünschebaum

Der Wanderweg…bergauf, bergab, meistens bergauf, nur bergab ging’s meistens bergab🤭

Blick von oben

Wieder runter und mit dem nächsten Boot zur nächsten Station. Das war die kleine Stadt Ita Thao. Auf den Fahrten zu den Stationen betätigten sich die Bootsführer als Entertainer und blökten dir über Mikrofon was auf chinesisch ins Ohr…die ganze Fahrt, immerhin jeweils ca 15 min. Das war n bissel grausam🙉.

Ita Thao bestand aus Fress-und Souvenirbuden, Hotels und dunklen Gassen. Es mag am trüben Wetter gelegen haben, gefallen hat uns das Städtchen nicht. Dort gibt es auch eine Cable Car Anlage hoch auf den nächsten Berg. Aber bei diesigem Wetter sieht man da ja nix. Ist ne Ausrede…wir fahren nämlich beide unheimlich gerne mit Seilbahnen über tiefe Abgründe😉. Wir beschlossen erst mal was zu futtern und den köstlichen Cafe Latte von 7eleven zu schnabulieren. Aufgemerkt☝️in Taiwan ist ein Ort erst klein, wenn es keinen 7eleven gibt. Wir haben bis jetzt keinen kleinen Ort kennengelernt. Die 7eleven Dichte ist sagenhaft.

Das nächste Boot mit Entertainment brachte uns zurück nach Yuchi. Dort übrigens sehr empfehlenswert, ist das kleine Lokal auf dem nächsten Foto. Sehr preiswert und voll legga. Es ist in der Nähe des Busparkplatzes.

Der nächste Tag, ihr erinnert euch, angeblich der Tag mit ☀️…fing an wie alle anderen Tage…trüb. Egal, heut mieten wir die Räder, das ist hier gar nicht so einfach als Europäer ( wir sind doch ein ganzes Stück größer) ein passendes Radel zu finden. Das hatten wir dann aber, der Sattel ging einigermaßen hoch und der Abstand zum Lenker war auch passabel. Man sollte den See im Uhrzeigersinn umrunden, die Anstiege wären da wohl nicht so krass wie andersherum. Wir zottelten los. Am Ende des schönen Radweges sollte man auf die Straße wechseln, obwohl der Radweg augenscheinlich weiterging. Los, lass uns weiter den Radweg benutzen. Das ging auch ne ganze Weile gut…bis zum nächsten Tempel, da war Schluß und entweder den ganzen Weg zurück oder…Treppen, 366 Stufen hoch…mit dem Rad wohlgemerkt.

Das war erst die Hälfte der Strecke…

Wir entschieden uns für die Treppe😁. Rad geschultert und mit Pausen und unter den staunenden Blicken der Asiaten da hoch. Oben, kurz vor der Kotzgrenze, ein toller Tempel…Bettina besuchte ihn,

Anki hatte genug von Tempel und wartete draußen, genoß die Aussicht und beäugte die Drahtesel.

Die Drahtesel sind übrigens von GIANT…die werden in Taiwan produziert. Weiter ging es, immer auf der Straße lang, Serpentinen hoch und runter, dann mal wieder ein Stück des schönen Radweges und kurz vor Ita Thao, ca bei Km 9, gab der Bowdenzug der Hinterradbremse an Ankis Markenbike den Geist auf. Die Bremse hatte sich ausgehakt, um es mal als Laie zu erklären, und ließ sich nicht mehr richtig bedienen. Und das im Gebirge…und nur die Vorderradbremse benutzen🤯das kann schnell in die Hose bzw. über den Lenker gehen, ich erinnere an Bettinas Schotterflechten vom Radsturz. Weiter um den See waren noch ca 24 Km…umkehren ca 9 Km. Wir entschlossen uns für Umkehr. Auf dem Rückweg entstanden noch ein paar Bilder…

Nach 2,5h waren wir wieder am Radverleih und der Typ fing auch gleich an, die Bremse zu reparieren. Auf unsere Frage nach Preisnachlass kam ein: no…wir hätten die Räder ja im ordnungsgemäßen Zustand bekommen. So ein Sack, na war jetzt auch egal, irgendwie waren wir mit Taiwan jetzt auch durch. Am nächsten Morgen hatten wir den Return Shuttlebus ganz für uns alleine…mit dem Hohlen-Zahn-Frühstück und nem 7eleven☕

Weil auch unterwegs niemand zustieg, und wir eh schon mindestens einen Bus früher waren als geplant, erreichten wir Taichung schon gegen 11 Uhr. Unser Zug nach Taipei fuhr aber erst um 13:44 Uhr. Bettina meinte, vielleicht können wir die Fahrkarten tauschen und einen Zug früher fahren. Am Schalter legten wir unsere Fahrkarten hin, äußersten unser Anliegen, hatten wenig Hoffnung, dass das geht…wir wissen ja wie schwierig das zu Hause ist…und ihr glaubt es nicht…die junge Dame hat die Fahrkarten anstandslos umgetauscht🤗. Sogar Sitzplätze waren uns sicher. Wow, und der Zug fuhr 11:45 Uhr, das war in einer halben Stunde. Perfekt.

Die 116 das ist unser Zug

Eine Nacht noch und am nächsten Abend verlassen wir Taiwan mit einem Nachtflug nach Kambodscha. Wir freuen uns auf unser Hotel mit Pool…Urlaub vom Reisen, eine ganze Woche gammeln🌴🍹🏊.

Und weiter geht’s, Kaohsiung 2. Teil

Der Wetterbericht versprach keinen Regen, also ging es am nächsten Tag auf zum Lotus See, der 1686 angelegt wurde.

Wir umrunden den See im Uhrzeigersinn und treffen als erstes auf die 🐉 und 🐅 Pagode.

Diese wurde 1976 erst erbaut und besteht aus einem Drachen- und einem Tigerturm. In beiden Türmen kann man die jeweils 100 Stufen nach oben bis in den 7. Stock gehen, um die wunderschöne Aussicht auf den See und die anderen Pagoden zu genießen. Der Aufstieg lohnt sich aber auch, um die zahlreichen Gemälde im Inneren der Türme zu genießen. So sind u.a. Bilder von den 12 Weisen, den 30 Palästen des Jadekaisers bzw. von Konfuzius zu sehen. Der 🐉 steht für Osten und Frühling und der 🐅 für Westen und Herbst. Beide Tiere spielen in der chinesischen Symbolik eine große Rolle.

Die Legende besagt, wenn man durch das Maul des Drachens hinein und durch das Maul des Tigers wieder hinaus geht, wandelt man das Pech in Glück. Obwohl wir bisher wenig Pech hatten, nutzten wir die Gelegenheit. Man weiß ja nie 😄

Hunger und Kaffeedurst erreichten uns, als wir wieder auf dem Boden standen. Das bedeutet, Bäcker und 7/11 suchen. Und siehe da, beides war in guter Distanz erreichbar und gut gestärkt konnte die Besichtigungstour weitergehen.

Cih Ii Palast

Weiter ging es zur Frühling und Herbst Pagode, die ihren Namen erhielt, weil die Bauzeit vom Frühling 1437 bis zum Herbst 1438 dauerte.

Hier angekommen, überlegten wir, ob wir nicht doch in Disneyland gelandet sind. Die Figuren noch größer und bunter als beim vorherigen Tempel. Auch hier haben wir sicherheitshalber den Drachen durchquert (ihr erinnert euch Pech / Glück).

Doch auch dann sollte noch nicht Schluss sein mit großen bunten Figuren.

Die riesige Figur des Himmelskaisers lässt grüssen.

Unser Weg führte uns am größten Konfuzius Tempel in Taiwan vorbei. Ja , ihr lest richtig,nur vorbei,nicht rein.

Unseren letzten Stopp machten wir beim Chingshui Tempel.

Aber hier konnte ich der Versuchung, bis ganz hoch zu klettern, nicht widerstehen. Belohnt wurde ich mit Gravuren auf Granit und einer wunderschönen Holzdecke.

Wir kamen voller neuer Eindrücke und ein bisschen geschafft in unserem Hostel wieder an. Danach war die Dachterrasse ein guter Ort, um auszuruhen und dem Regen, der wie aus Eimern schüttete, zuzusehen.

Zwar war am nächsten Tag vom 🌧️ erstmal nichts mehr zu sehen, aber die ☀️ leider auch nicht. Egal, auf geht’s zur Insel Cijin, auf der die Wurzeln der Stadt Kaohsiung liegen.

Wir nehmen die Fähre und sind nach 10 Minuten auf der 🏝️.

Uns lockte die Aussicht vom Leuchtturm und die Reste der Chinon Festung aus der späten Qing Dynastie.

Kein Wunder also, dass die Durchgänge für uns zu klein waren.

Der Leuchtturm ist montags geschlossen. Na super, heut ist Montag und Wetter ist auch nicht so doll, um eine Aussicht zu genießen.

Daher ab an den schwarzen Strand, an dem man theoretisch auch baden könnte. Na wir jedenfalls heute nicht. Dafür entdeckten wir das Schild “ Tunnel der Stars“. Was ist das? Nichts wie hin. Okay, Stars haben wir nicht gesehen oder getroffen, aber dafür hat uns der Gang durch den Tunnel mit wunderbaren Felsformationen belohnt.

Rechtzeitig bevor der Regen wieder einsetzte, fuhren wir mit der Fähre und dem Blick auf den Tuntex Sky Tower zurück.

Am nächsten Tag brachte uns der Zug innerhalb von 45 Minuten nach Tainan, der ältesten Stadt Taiwans.

Dank Google Maps fanden wir unser Hostel KSF in einer sehr kleinen Seitenstraße. Es sollte für die nächsten 2 Nächte unsere Bleibe sein. Mehr hätten es auch nicht sein dürfen. Die Betten waren so hart, dass an Schlaf trotz vorhandenem Hüftgold kaum zu denken war.

Die ☀️ schien mal. Das nutzten wir aus und verbrachten den Nachmittag, ja auch wieder mit Kaffee und Kuchen, an dieser Oase.

Diese Stadt war für uns nur ein kurzer Stopp auf dem Weg zum ☀️ 🌕 See.